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Rath
Fremde Videos als Kunstwerk

Rath. Jugendliche projizieren im Rahmen eines Zakk-Projekts Videocollagen an die Wände.

Am Freitag wird so mancher Rather überrascht werden, denn plötzlich und unerwartet werden dann im Stadtteil Videocollagen an die Wände projiziert. Gesammelt wurde das Material dafür von Jugendlichen, die an einem Projekt des Kulturzentrums Zakk in der Reihe "zakk.findet.stadt" teilgenommen haben. Damit begeben sich die Macher der Einrichtung auch außerhalb der eigenen Räume, um mehr Kultur in die Stadtteile zu bringen.

Die jungen Erwachsenen haben in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Aktionen Menschen, die in Rath unterwegs waren, angesprochen und diese um die Überlassung von Handyvideos gebeten. Vorgaben für den Inhalt der Filme gab es keine. Diese wurden von den Künstlerinnen Uta Weyrich und Eva Paulitsch gesichtet, zusammengeschnitten und künstlerisch bearbeitet, indem sie etwa die Sequenzen kürzten oder in die Videos hinein zoomten. Das Ergebnis wird nun als Kunst im öffentlichen Raum, als eine Art Performance, präsentiert, denn noch weiß keiner so genau, was passiert, wie das Publikum letztlich reagieren wird. An folgenden Orten wird die Truppe, die mit dem Equipment auf einem kleinen Wagen unterwegs sein wird, am Freitag ab 20 Uhr garantiert aufschlagen: In der Fußgängerunterführung an der S-Bahnstation in Rath, am Hülsmeyerplatz und auf dem Vorplatz des Jungen Schauspielhauses.

Geplant ist auch, die Videos noch einmal bei den Rather Kulturwochen zu zeigen. Diese finden erstmals über zwei Wochen, vom 3. bis zum 18. September, an vielen Orten in Rath statt. Infos gibt es online:

www.rather-kulturwoche.de

(brab)
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