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Rath
Hund, Katze, Legehenne

Rath. Zahlreiche Tierfreunde trafen sich am Samstag in Rath zum Tag der Offenen Tür des Tierheims. Von Julia Chladek

Tierschutzverein, Katzenschutzbund, Tierfotografie oder Hunde-Accessoires - die Auswahl an Informations- und Verkaufsständen rund um die lieben Vierbeiner war groß. Im Rather Tierheim suchen aber nicht nur Hunde und Katzen ein neues Zuhause, sondern auch Meerschweinchen, Kaninchen und Vögel. In Brüggen am Niederrhein gibt es sogar ein eigenes Tierheim nur für Frettchen, das sich ebenfalls mit einem eigenen Stand präsentierte.

Eine ganz besondere Mission hatte am Samstag Sandra Joeres von "Rettet das Huhn". Der Verein vermittelt ausgediente Legehennen an Privatleute. "Normalerweise müssen die Tiere nach einem Jahr zum Schlachter. Wir übernehmen sie kostenfrei und vermitteln sie mit Schutzvertrag. Zehn Quadratmeter pro Huhn müssen sein, aber auch in einem kleinen Garten in der Stadt kann man zwei oder drei Hühner halten", sagte Joeres.

Dass es Haustieren nicht schlecht gehen muss, nur weil die Besitzer in soziale Bedürftigkeit geraten sind, dafür setzt sich Wolfgang Lemke mit der Tiertafel Düsseldorf ein: "Mit einem entsprechenden Nachweis bekommen bedürftige Menschen bei uns einmal in der Woche alles, was sie für ihr Tier brauchen, vom Futter bis zum Zubehör. Natürlich schauen wir bei der Gelegenheit auch, ob es den Tieren gut geht."

Auch in Sachen Futter lag die Veranstaltung im Trend. Der vegane Wunderwagen verköstigte die Tierbesitzer; Hund und Katze kamen bei Gabriele Tischlers "PfotenBar" auf ihre Kosten. Seit 2013 betreibt die zertifizierte Ernährungsberaterin an der Fichtenstraße ihr "Reformhaus für Hunde und Katzen", wie sie es nennt. Ihre Spezialität: die Ernährung mit rohem Fleisch nach dem "BARF-Prinzip". "Auch in der Tierwelt wird die Ernährung ein immer größeres Thema und das Misstrauen gegenüber Tütchen mit ungewissem Inhalt wächst", erklärte Tischler. Bruchware aus ihrem Laden geht an die Hunde und Katzen in Rath; zum Tierheim hat sie schon lange eine enge Beziehung. Wie auch Kundin Stefanie Löschnig mit Hündin Mini. "Unser erster Hund kam aus dem Tierheim in Rath, auch Mini ist eine Tierheim-Hündin. Deshalb kommen wir immer wieder gerne hierher", sagte Löschnig. Aber auch neue Besucher lockte der Tag der offenen Tür - so wie Astrid Nichol, die gemeinsam mit ihrer Tochter gekommen war. "Wir überlegen schon lange, eine Katze anzuschaffen. Heute konnten wir uns super über alle Möglichkeiten informieren", sagte sie.

Quelle: RP
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