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Rath
Mini-EM in der Sahle-Siedlung

Rath. Dienstleister Parea organisierte ein Fußball-Turnier. Zu gewinnen waren Einkaufsgutscheine und Bälle.

Bevor der Anpfiff zur Parea-Fußballaktion "Schieß ein Tor für dein Land" ertönt war, stand mit Deutschland bereits der erste Gewinner auf dem städtischen Bolzplatz an der Osterfelder Straße fest. Die Kinder der Sahle-Wohnanlage in Rath, für die die soziale Dienstleistungsgesellschaft Parea das Fußball-Turnier organisiert hatte, durften im Vorfeld wählen, für welches Land sie antreten wollten. Ihre Trikots hatten sie mit den Flaggen ihrer Lieblingsländer bemalt. Und da lag Deutschland zahlenmäßig eindeutig vorne. Man sah aber auch die Fahnen von Albanien, Russland, Polen und Frankreich auf den Hemden der rund zwanzig kickenden Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zwölf Jahren.

Dass fußballerische Raffinesse auf dem im vergangenen Jahr fertiggestellten Bolzplatz dann eher selten zu sehen war, konnte beim gewählten Spielmodus nicht verwundern. Jedes Kind musste auf dem Platz mit dem Kunststoff-Bodenbelag einmal ins Tor. Die anderen versuchten dann, so viele Tore wie möglich für "ihr" Land zu schießen. Mit Feuereifer wurde von der ersten Minute an versucht, das Kind, das im Ballbesitz war, am Torschuss zu hindern oder am besten noch das Spielgerät vor die eigenen Füße zu bekommen."Der Ehrgeiz ist besonders groß, weil die besten Torschützen Preise wie Einkaufs-Gutscheine oder einen Fußball gewinnen können", sagte Parea-Mitarbeiterin Olga Hoch.

Schiedsrichterin Jane Gövert vom SC Greven versuchte, den Überblick zu behalten und notierte die Torschützen auf ihrem Smartphone. Um Sieger zu werden, kannte auch ein kleiner Kicker mit Deutschland-Flagge und dem Namen Nikita auf seinem weißen Trikot keinen Schmerz. Gerade erst war er vom Ellbogen eines wesentlich größeren Mitspielers im Gesicht gestreift worden, da stand er schon am Strafstoßpunkt. Nikita versuchte es mit einem strammen Flachschuss in die linke Ecke, scheiterte aber wie Ronaldo wenige Tage zuvor bei der EM am Torpfosten.

Die Anfeuerungsrufe der vielen Freunde der kickenden Kinder wurden noch um etliche Phon stärker, als die Kleinste auf dem Platz, die siebenjährige Alessia, versuchte, ins Tor zu treffen. Ein paar Minuten zuvor hatte das zierliche Mädchen noch einen Schuss in den Magen bekommen. Helfer am Spielfeldrand hatten sie getröstet, bis der Schmerz nachließ. Spätestens als ihr Ball ins Tor rollte, war für Alessia alles wieder gut.

(mjo)
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