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Rath
Neue Gedenktafel für das Gut Heiligendonk

Rath. Seit einigen Jahren fehlt das 2007 aufgehängte Hinweisschild, das an den Rittersitz und die Hofanlage von Gut Heiligendonk erinnern soll. Vermutliche Metalldiebe hatten die Bronzetafel mit einem Relief der Anlage gestohlen. Die Politiker der Bezirksvertretung 6 haben nun mehrheitlich den Antrag bewilligt, dass dieses Schild wieder ersetzt werden soll - allerdings in einem Material, das nicht zum Diebstahl einlädt.

Das Gut Heiligendonk stand nahe der heutigen Autobahn 44 und der Straße Zum Gut Heiligendonk. Funde belegen, dass dort immer an denselben Stellen seit der Eisenzeit (700 bis 450 vor Christus) Menschen gelebt haben. Dieser Bereich lag erhöht auf einer Art Düne und war somit sicher von den häufigen Überschwemmungen des Rheins in diesem Gebiet.

Von der schilfgedeckten Hütte, über kleine Grubenhäuser und Fachwerkhäuser bis hin zu Rittersitzen konnten die verschiedensten Wohnformen nachgewiesen werden. Bemerkenswert ist aber vor allen Dingen der Beleg einer dorfähnlichen eisenzeitlichen Siedlung - die größte am gesamten Niederrhein - zu der nicht zuletzt eine Kultstätte mit einer Feuerwanne für Brandopfer gehört.

Dieses Bodendenkmal wurde zwar dokumentiert, Fundstücke wurden gesichert, aber danach, wie die meisten Fundstellen, die oftmals nur aus unterschiedlich verfärbten Bodenschichten bestehen, zugeschüttet.

(brab)
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