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Neue Schulleiterin für Rather Gymnasium

Rath: Neue Schulleiterin für Rather Gymnasium
Dorothee Pietzko leitet seit diesem Schuljahr das Rückert-Gymnasium mit seinen 60 Lehrern und 700 Schülern. Erst mit 39 Jahren entschied sie sich für die Laufbahn als Lehrerin. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Rath. Dorothee Pietzko ist die neue Direktorin des Friedrich-Rückert-Gymnasiums. Sie schätzt die multikulturelle Schülerschaft und hat vieles vor. Von Julia Brabeck

Dorothee Pietzko hat mit Beginn des neuen Schuljahres die Stelle der Schulleiterin am Rather Friedrich-Rückert-Gymnasium übernommen, nachdem Direktor Konrad Großmann nach 21 Jahren in den Ruhestand gegangen war. Die 52-Jährige ist nun für rund 60 Lehrer und 700 Schüler verantwortlich und bringt viele verschiedene Qualifikationen für ihr Amt mit. Sie hat Chemie und Biologie studiert und promoviert, war in der Pharmaindustrie im Bereich Marketing und Vertrieb tätig, hat viele Jahre als EDV-Trainerin gearbeitet, besitzt eine zweijährige Zusatzausbildung für die Förderung begabter Kinder und ist Mutter zweier Söhne.

Mit 39 Jahren hat die gebürtige Kölnerin dann den Quereinstieg in die Schullaufbahn in Angriff genommen. "Das war die absolut richtige Entscheidung, denn schon als EDV-Trainerin habe ich gemerkt, dass mir das Unterrichten viel Spaß bereitet." Künftig wird sie allerdings nicht mehr so oft vor der Klasse stehen können, da nun viele andere Aufgaben warten. "Das ist aber in Ordnung, denn mir macht das Gestalten von Schule auch viel Freude." Wie das funktioniert, hat sie in den letzten drei Jahren als stellvertretende Schulleiterin an einem Gütersloher Gymnasium gelernt.

Am Rückert-Gymnasium gefällt ihre besonders der Ganztag. "Dieser erleichtert Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das ist aber nicht das Wichtigste, sondern dass er viele Möglichkeiten zur individuellen Förderung von Schülern bietet", sagt Pietzko. Diese können zum Beispiel in offenen Lernzeiten eigenständig arbeiten.

Dieses selbstgesteuerte Lernen will die Rektorin ausbauen. "Von der klassischen Hausaufgabe, die für alle Schüler gleich ist, halte ich beispielsweise wenig. Diese sollte auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler zugeschnitten sein." Auch die Schwerpunkte Naturwissenschaften und neue Sprachen hat Pietzko im Blick. "Da haben wir schon tolle Angebote. So gibt es zum Beispiel schon seit vielen Jahren Spanisch-Unterricht an unserer Schule, auch als Leistungskurs."

An ihrer alten Schule werden seit 15 Jahren Laptops im Unterricht eingesetzt, jeder Schüler ab der 7. Klasse besitzt ein solches Gerät. "Das ist natürlich eine Kostenfrage, aber ich will dennoch schauen, wie die neuen Medien auch verstärkt am Rückert-Gymnasium eingesetzt werden können, denn sie erleichtern auch das individuelle Lernen."

Begeistert ist die Direktorin von der multikulturellen Zusammensetzung ihrer Schülerschaft. "Hier wird unglaublich viel interkulturelle Kompetenz vermittelt. Die Schüler lernen, respektvoll mit der Andersartigkeit der Mitschüler umzugehen", sagt Pietzko. "Überhaupt herrscht hier ein sehr gutes Schulklima und es gibt ein friedfertiges Miteinander."

Für die Zukunft würde sich Pietzko, die in ihrer Freizeit gerne liest, Sport treibt und Symphoniekonzerte besucht, wünschen, dass das äußere Erscheinungsbild der Schule, der Sichtbeton aus den 1970er Jahren, verschönert wird. "Hier gibt es so viele unterschiedliche Angebote, ein tolles vielseitiges und buntes Schulleben, da ist es schade, dass sich das nicht in der Außenansicht widerspiegelt." Zudem würde ein schönes Schulgebäude auch zum Wohlbefinden beitragen.

Quelle: RP
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