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Rath
Viele neue Wohnungen für Rath

Rath. Im Stadtteil sind verschiedene Wohnprojekte geplant. Bei einem sollen durch Um- und Neubau für Studentenwohnungen entstehen. Teilweise rollen schon die Bagger. Von Julia Brabeck

Im Oktober wird das Rather Familienzentrum einen Neubau beziehen, der in direkter Nachbarschaft der heutigen Adresse entsteht. Damit werden die Räume des ehemaligen Klosters am Rather Kreuzweg wieder frei. Ein Investor will es umbauen und dort Wohnungen mit einer Größe von unter 40 Quadratmetern für Studenten errichten. Dafür soll das Atrium, das dem Hauptgebäude vorgelagert ist, abgerissen und durch ein Gebäude mit Staffelgeschoss und zwei Etagen ersetzt werden. Dessen Dach wird begrünt. An der Wattenscheider Straße ist ein neuer Haupteingang geplant. Am Rather Kreuzweg bleibt ein Nebeneingang.

Insgesamt sollen 39 Wohneinheiten entstehen, für die wegen eines neuen Stellplatzschlüssels nur 13 Parkplätze nachgewiesen werden müssen. "Dadurch kann preiswerter gebaut und an Studenten vermietet werden", sagt Peter Rasp, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung 6. Diese hat die entsprechenden Bauvoranfrage einstimmig verabschiedet. Unbefriedigend war für die Bezirkspolitiker dabei aber, dass die spätere Nutzung durch Studenten nicht festgelegt werden konnte.

Ebenfalls einstimmig von der Bezirksvertretung verabschiedet wurde ein Antrag der CDU zu den Hallen am Dülmener Weg. Seit Jahren kämpfen die Politiker darum, dass die Hallen, in denen der Fundus der Deutschen Oper gelagert wird, abgerissen werden. Denn für das Gelände besteht ein gültiger Bebauungsplan und die Politiker würden das Areal gerne mit Wohnhäusern bebauen lassen. Bewegung könnte nun in die Sache kommen, da Oberbürgermeister Thomas Geisel beim Besuch des Stadtteils signalisiert hatte, dass auch er einer Wohnbebauung den Vorzug geben würde. Da für den Fundus bisher kein Alternativstandort in Düsseldorf gefunden werden konnte, schlagen die Politiker vor, auch Möglichkeiten in Duisburg zu suchen, weil die Städte bei der Oper kooperieren. "Und so groß müssten die Hallen auch nicht mehr sein, denn ein ordentlicher Lagerist käme mit einem Drittel der Fläche hin", sagt Rasp.

Keine Informationen erhielten die Bezirksvertreter zu einem benachbarten Grundstück an der Arcadiastraße. Das Gelände der Brune-Immobilien-Gruppe soll seit mehreren Jahren entwickelt werden. Die Politiker wollen dort Wohnbebauung. Der Verwaltung liegen aber weder eine Bauvoranfrage noch ein Bauantrag vor, wie sie auf Nachfrage der CDU mitteilte. Für das Areal wird aber zurzeit ein neuer Bebauungsplan aufgestellt. Dazu wird es auch eine Anhörung der Bezirksvertretung geben, so die Verwaltung.

Deutlich weiter ist da Investor Ten Brinke, der an der Westfalenstraße das ehemalige Industriegebiet von Sack & Kiesselbach und Paguag neu entwickelt. Er wird am 14. Juli den Spatenstich für den ersten Bauabschnitt an der Westfalenstraße feiern. Auf dem rund 27.000 Quadratmeter großen Areal werden unter anderem etwa 170 Mietwohnungen entstehen.

Quelle: RP
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