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Rath
Zeitplan für Baumfällungen und Leitungssanierung steht

Rath. Umstrittene Erneuerung der Gasleitung durch den Aaper Wald beginnt im Januar. Spaziergänger können Forst weiter nutzen.

Sobald die Genehmigungen seitens der Düsseldorfer Stadtverwaltung erteilt werden, will die Firma Open Grid Europe (OGE) trotz massiver Bürgerproteste mit den Vorbereitungsarbeiten für die Erneuerung einer Gasleitung im Aaper Wald starten. Auf einer Länge von 2,5 Kilometern sollen die alten Rohre aus dem Jahr 1930 entfernt und in die vorhandene Trasse neue Stahlrohre verlegt werden. Dafür muss eine 14 Meter breite Baustraße freigeschlagen, 440 Bäume gefällt werden. Bis Ende Februar, also innerhalb der Vogelschutzzeit, soll diese Arbeit abgeschlossen sein.

Danach wird das Erdreich in drei Schichten abgetragen und die verschiedenen Bodensorten separat gelagert, um später wieder in der gleichen Reihenfolge verfüllt zu werden. Dafür werden unter anderem drei Lagerflächen eingerichtet, auf denen auch die Baufahrzeuge abends abgestellt werden. Die Lagerflächen befinden sich an der Straße Am Bauenhaus, hinter dem Rather Waldstadion und an der Fahneburgstraße. "Es handelt sich dabei um vorhandene freie Flächen. Bäume müssen dafür nicht gefällt werden", sagt Helmut Roloff, Sprecher von OGE. Auf dem geräumten Waldboden wird dann die Baustraße angelegt. Dafür wird dort ein Vlies ausgelegt, das mit Schotter bedeckt wird.

Ab April, wenn die Heizperiode sich zu Ende neigt, ist es erst möglich, die Gasversorgung über andere Leitung zu gewährleisten und die Leitung im Aaper Wald zu schließen. Bis Ende Oktober soll diese dann ausgebaut und durch ein neues Stahlrohr ersetzt werden. In dieser Zeit wird der gesamte Trassenbereich mit einem Bauzaun gesichert. An vier Stellen werden aber Querungen in den Wald ermöglicht. Vorgesehen sind die Standorte an der Straße Am Bauenhaus, am Dachsbergweg, am Rather Stieg und am Schießstand. Wochentags ab 17 Uhr, nach Beendigung der Bauarbeiten, und das gesamte Wochenende über wird die Baustraße aber immer für die Öffentlichkeit freigegeben. Nur ein Bauabschnitt von ca. 400 Meter Länge, in dem aktuell der Rohraustausch stattfindet, bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen.

"Wir werden an den Zäunen Karten aushängen, die zeigen, welche Wege geöffnet sind und welche Umleitungen es gibt", sagt Roloff. Der Reitweg wird allerdings während der gesamten Bauzeit dauerhaft gesperrt sein. Bis Ende November soll die neue Pipeline in Betrieb gehen können und dann die wiederhergestellten Wege freigegeben werden. Die Aufforstung der Schneise ist dann ein Jahr später geplant. "Während der gesamten Bauzeit wird es eine ökologische Baubegleitung geben. Das heißt, ein Fachmann wird täglich vor Ort sein und beispielsweise den Baumschutz kontrollieren und beobachten, ob das Erdreich ordnungsgemäß abgetragen wird", sagt Helmut Roloff von der OGE.

(brab)
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