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Reisholz
Schon zum dritten Mal Prinz

Reisholz. Die Reisholzer Schützen feiern am Wochenende ihr 90-jähriges Bestehen. Eric Schmitz ist neuer Schützenkönig. Von Rosalia Pavlakoudis

Wer kann schon von sich behaupten, dreimal in seinem Leben ein Prinz gewesen zu sein? Sebastian Schmitz kann das. 2014, 2016 und 2017 ist er der Prinz beim Reisholzer Schützenfest. Blaues Blut scheint in der Familie zu liegen, denn sein Onkel Eric Schmitz ist nicht nur Chef der St. Sebastianus Schützen Reisholz, sondern auch deren König für die kommende Saison.

Und das zum zweiten Mal. Vor zehn Jahren - zum 80-jährigen Bestehen des Vereins - hatte er das Amt schon einmal inne. "Ich mache das alle zehn Jahre zum Jubiläum", sagt er grinsend. Obendrein hat auch ein weiteres Mitglied der Familie Schmitz die Prinzeninsignien schon inne gehabt: "Vergangenes Jahr wurde ich von meinem Cousin Benjamin Schmitz abgekrönt, der dann Schützenprinz war", erklärt Sebastian Schmitz. Doch damit nicht genug. Der jetzige Prinz ist auch Patensohn des zukünftigen Königs.

"Ich bin seit acht Jahren im Reisholver Schützenverein. Wir zählen knapp 50 Mitglieder," sagt der 20-jährige Prinz. Die Hälfte davon heißt Schmitz. Davor sei er ungefähr vier Jahre lang beim Tambourcorps Hilden-Süd gewesen. Da fast seine ganze Familie im Schützenverein ist, ist ihm das von Geburt an in die Wiege gelegt worden.

Der gelernte Tischler hat auch seine Freundin Maren (21) überzeugen können, dem Verein beizutreten. Dass Frauen überhaupt Mitglieder sein können, findet er gut. "Es gibt Schützenvereine, die keine Frauen als aktive Mitglieder aufnehmen. Ich bin froh, dass das bei uns nicht der Fall ist. Wenn die Frauen ohnehin immer dabei sind - als passive Mitglieder - warum dann nicht auch aktiv?", fragt er. Immerhin wachse man gemeinsam in der Tradition auf. Allerdings sei seine Freundin vom Schießen nicht begeistert, nimmt aber gerne an den Umzügen teil. "Am meisten macht uns aber der Jungschützenball Spaß", fügt Schmitz lachend hinzu.

Seine Pflichten als Prinz kennt er gut. Beim dritten Mal ist er kaum noch aufgeregt.

Wenn trotzdem einmal Fragen oder Unsicherheiten aufkommen, kann er sich an seinen Onkel wenden. "Denn mein Vater wohnt und arbeitet mittlerweile in Willich und ist daher nicht mehr bei den Schützen aktiv." Er wird aber sicherlich dabei sein, wenn sein Sohn als Prinz in der Kutsche am Umzug teilnimmt.

Quelle: RP
 
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