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Reisholz
Schwere Brandstiftung in Reisholzer Saunaclub

Reisholz. Der nächtliche Brand im Raucherzelt eines Saunaclubs soll nicht durch nachlässigen Umgang mit Zigaretten oder den dort aufgestellten Heizpilzen entstanden sein. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung. Über die Anhaltspunkte für diesen Verdacht schweigt die Polizei unter Hinweis auf "ermittlungstaktische Gründe".

Das Feuer in dem Raucherpavillon des Etablissements an der Briedestraße war gestern in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Als die Feuerwehr kurz nach 5 Uhr eintraf, brannte das Zelt lichterloh, und es bestand die Gefahr, dass die Gasflaschen der Heizpilze explodieren und sich die Flammen auch auf das Gebäude ausdehnen würden. Das verhinderte die Feuerwehr in letzter Minute, indem sie die kurz vor dem Platzen stehenden Gasflaschen mit Wasser herunterkühlte.

Der Betrieb hatte im Herbst Schlagzeilen gemacht, weil dort mindestens zwei Frauen gegen ihren Willen bis zu 18 Stunden täglich der Prostitution nachgegangen waren. Die Kripo hatte seinerzeit Ermittlungen aufgenommen, nachdem bei einer Personenkontrolle in der Nähe des Clubs eine Frau durch ihr merkwürdiges Verhalten aufgefallen war. Die Fahnder stießen dann auf einen aus Algerien stammenden Familienvater aus Köln, der sich von den beiden Frauen als "Heiliger" verehren ließ und sie so gefügig machte. Mit einem Komplizen soll er die Frauen in Bordellen in ganz Deutschland eingesetzt haben.

Nach einer Polizeiaktion in dem Reisholzer Betrieb hat dort die Geschäftsleitung gewechselt. Daher habe es keinen Anlass zu ordnungsbehördlichen Maßnahmen gegeben, teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage mit.

(sg)
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