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Reisholz
Weihnachtsbaum wurzelt in Reisholz

Reisholz. Seit 32 Jahren wird die Baumaufstellung im Stadtteil zelebriert. An diesem Samstag pflanzten die Vereine erstmals eine Tanne ein. Von Marie Dawin

Der Geruch von Glühwein und Kakao liegt in der Luft, und natürlich gibt's auch wieder Erbensuppe zur Weihnachtsbaumaufstellung, und auch das vorweihnachtliche Programm mit dem Posaunenchor Hassels, und den Kinderchören von der Kita St. Elisabeth und der Grundschule Am Köhnen hatTradition.

Doch mitten im Getümmel steht in diesem Jahr ein ganz besonderer Baum an der Ecke Henkelstraße/ Reisholzer Bahnstraße: Er lebt. "Sonst hatten wir immer einen geschlagenen Weihnachtsbaum. Aber mit den Jahren wurde es schwieriger, einen zu finden. Zudem waren Aufbau und Transport sehr aufwendig. Nun haben wir eine gute Alternative", sagt Elmar Weischede, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Reisholz, der die Tanne seit 32 Jahren ehrenamtlich organisiert.

Der gebürtige Reisholzer vermisst jedoch die vorweihnachtliche Stimmung in seinem Stadtteil. "Mittlerweile ist es weniger geworden. Viele Geschäfte verzichten sogar ganz auf die Weihnachtsdekoration. Ich würde mich freuen, wenn das wieder zunehmen würde", erzählt Weischede.

Der Leiterin des Reisholzer Bürgerhauses, Petra Lenhard, gefällt die Idee vom nachhaltigen Baum. Dass alles so gut funktioniert hat, ist für sie keine Selbstverständlichkeit: "Wir hatten Glück, dass wir den Baum auf einem privaten Grundstück pflanzen durften. So konnten wir das alles schnell realisieren."

Bereits die Düsseldorfer Grünen regten vor drei Wochen dazu an, lieber Lebendbäume zu verwenden. Dieser Vorschlag gefällt auch Jürgen Schmidt, der jedes Jahr zur Aufstellung kommt. Der Kommunalpolitiker aus der Bezirksvertretung 09 würde sich freuen, wenn in Zukunft auch in Hassels eine lebende Tanne stehen würde. "Ich finde es schön, die Entwicklung des Baumes zu sehen. Wenn es hier funktioniert, hoffe ich, dass es für uns und weitere Stadtteile eine Option ist", sagt er.

Neben dem liebevoll geschmückten Weihnachtsbaum begeisterten ihn vor allem die beiden Kinderchöre: "Ihr Engagement ist toll. Sowas peppt einen Stadtteil auf. Ich komme sehr gerne hierhin."

Hanni Sudhoff, Vorsitzende des Bürgerhaus-Freundeskreises, ist ebenfalls seit Jahren Stammgast bei der Baumaufstellung. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern ihres Vereins organisiert sie das Glücksrad. "Damit wollen wir den Kindern eine kleine Freude bereiten. Die Weihnachtsstimmung ist mir sehr wichtig", sagt sie.

Der nachhaltige Lebendbaum punktet auch bei der Ehrenamtlerin. "In den letzten Jahren ist es in Reisholz ruhiger geworden. Viele Geschäfte sind weggefallen. Durch den Baum gibt es nun einen festen Punkt, den alle kennen und an dem man sich jedes Jahr treffen kann", so Sudhoff. In den nächsten Wochen und Monaten wird der Baum weiter sorgfältig gepflegt, damit er auch im nächsten Jahr wieder erstrahlen kann.

Quelle: RP
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