Stadtmitte

Falafelbude am Stresemannplatz nach Kontrolle zu

Sie sollte ein Hilfsprojekt sein, ein Vorzeigeobjekt in Sachen Integration: die Falafelbude am Stresemannplatz, die ein Autohändler vor einem Jahr eröffnete, um Flüchtlingen Arbeit und Perspektive zu geben. Am Montag hat die Stadt den Imbiss versiegelt, der bereits am Freitagabend bei einer Kontrolle von OSD und Zoll geschlossen worden war. In der Begründung ist von "diversen und gravierenden Missständen" die Rede, die Liste reicht von mangelnder Hygiene über "ungeklärte Inhaberverhältnisse" bis zu fehlenden Gewerbe- und baurechtlichen Genehmigungen. Auch die Polizei hat schon mehrfach anrücken müssen, weil es im Umfeld der Bude Ärger gab. Der Autohändler ist nach unseren Informationen nicht mehr der Inhaber, der aktuelle Betreiber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. mehr

Bilder und Infos aus Düsseldorf
Andreas Quartier

Auf einen Plausch mit HA Schult

Dem Künstler HA Schult erging es wie vielen Düsseldorfern: Mit dem alten Amts- und Landgericht musste er erst einmal warm werden. Schließlich wurde er selbst noch darin verurteilt - wegen Umweltfrevels, weil er am Rheinufer Autos aufgereiht und gestapelt hatte, von denen auch einige Öl verloren hatten. Jetzt aber wird das alte Gericht als Andreas Quartier mit Hotelzimmern und Wohnungen zu einem neuen "Zuhause", und mit diesem Wort war auch ein achtseitiger Super-Panorama-Druck der Rheinischen Post auf der Titelseite versehen. mehr

Heine-Nacht

Den großen Dichter der Stadt auf vielfältige Weise geehrt

Was haben der Harz, Heinrich Heine und die Schauspielerin Martina Gedeck gemeinsam? Die 600 Besucher der Heine-Nacht kennen die Antwort. Denn Gedeck las aus Heines "Harzreise" - und das gleich zwei Mal an diesem Abend. Denn beide Lesungen im Palais Wittgenstein waren schon lange vorab ausverkauft. Musikalisch unterstützt wurde die Schauspielerin von Aydar Gaynullin am Akkordeon. Gaynullin gehört nicht nur in seiner russischen Heimat, sondern in der ganzen Welt zu den hervorragendsten Musikern seiner Generation. Das Duo eroberte schnell die Herzen der Besucher und bekam am Ende nicht endenden Applaus. "Toll, so habe ich noch nie eine Lesung der Harzreise erlebt. Das hat Frau Gedeck wunderbar gemacht, so lebendig, als wäre man dabei", sagt Florence Hervé, französische Autorin und Publizistin, die in Düsseldorf lebt. Auch Rolf Escher, bekannter Grafiker und Zeichner aus Essen, ließ sich die Lesung mit der deutschen Mimin nicht entgehen. "Wunderbar, mit ihrer Gestik, ihrem sprachlichen Feingefühl und schauspielerischen Professionalität hat sie der Lesung eine besondere Frische und Lebendigkeit gegeben." mehr