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Stadtmitte
Decke in Problemhaus bricht ein

Stadtmitte. 23 Bewohner eines Mietshauses an der Stresemannstraße wurden evakuiert. Verletzte gab es nicht. Von Stefani Geilhausen

Überlastung soll die Ursache für einen spektakulär aussehenden Deckeneinsturz gewesen sein - so zumindest lautete die erste Einschätzung der Rettungskräfte, die nach der Meldung "Treppenhauseinsturz" mit einem Großaufgebot zur Stresemannstraße gefahren waren.

23 Hausbewohner, darunter mehrere Kinder, wurden teils mit der Drehleiter aus dem Gebäude geholt, weil zwischen Erdgeschoss und erstem Stock das Treppenhaus durch große Betonteile versperrt war und weil zunächst unklar war, ob weiter Einsturzgefahr bestand.

Wie die Bauaufsicht inzwischen feststellte, ist der Unterboden der Decke zwischen Erd- und erstem Obergeschoss abgestürzt. An der zwei mal fünf Meter großen Stelle war der eigentliche Fußboden aber noch intakt. Dieser muss nun durch eine vom Hausbesitzer beauftragte Firma abgestützt werden, danach können die Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein Stadtsprecher teilte mit, die Bauaufsicht werde die Sicherung des Treppenhauses und die weiteren Baumaßnahmen überwachen.

Lediglich die Mieter in der unmittelbar betroffenen Wohnung, deren Küche direkt auf der kaputten Decke steht, kamen vorläufig bei Bekannten unter, teilte die Feuerwehr mit, die vorsorglich die Waschmaschine aus dem gefährdeten Bereich entfernte. Das Gebäude, zu dem ein Hinterhaus gehört, gilt bei der Polizei als potenzieller Unterschlupf reisender Krimineller und war bereits mehrfach Ziel polizeilicher Razzien. In einzelnen Wohnungen, die teilweise nicht über sanitäre Einrichtungen verfügen, waren dabei zeitweise mehr als 20 Personen angetroffen worden, darunter auch Kinder. Nach einer solchen Razzia hatte die Polizei die Stadt vor einem Jahr über die katastrophalen hygienischen Zustände in dem Haus informiert.

Quelle: RP
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