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Stadtmitte
Eine Nachtschicht in der Notschlafstelle Knackpunkt

Stadtmitte. Um 20.30 Uhr beginnt die Schicht im Knackpunkt an der Grupellostraße, der Notschlafstelle für Mädchen und junge Frauen, die auf der Straße leben. Die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 1, Marina Spillner, begleitet das pädagogische Team der Anlaufstelle. Die Schicht startet mit Straßensozialarbeit rund um die Charlottenstraße und dem Hauptbahnhof. Sauberes Spritzbesteck, Kondome und Taschentücher werden verteilt. An diesem Abend stehen nur wenige Frauen auf der Straße, um ihre Dienste anzubieten. Das Handy hat auch hier das Geschehen verändert und zum Teil für die Öffentlichkeit unsichtbar gemacht. Man verabredet sich per WhatsApp oder Facebook und trifft sich am vereinbarten Ort. Was ein Vorteil für die Frauen ist, die nun nicht mehr die ganze Nacht in der Kälte stehen müssen, macht die Szene jedoch unübersehbarer und erschwert den Helfenden die Kontaktaufnahme.

Zurück im Knackpunkt: Bis 23 Uhr sitzen hier alle in der Wohnküche beisammen. Einige Frauen duschen, andere wählen aus dem Kleiderfundus neue Sachen, lesen Zeitung oder suchen das Gespräch mit dem Team. Dann wird ein Topf Gulasch vom naheliegenden Brauhaus gespendet - so wie jeden Donnerstag. Im Anschluss beginnt die Nachtruhe.

(arc)
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