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Aus einer Kö-Boutique in Düsseldorf
Ex-"Bachelor"-Kandidatin soll Helferin bei Pelzjacken-Diebstahl sein

Aus einer Kö-Boutique in Düsseldorf: Ex-"Bachelor"-Kandidatin soll Helferin bei Pelzjacken-Diebstahl sein
FOTO: Shutterstock
Stadtmitte. Eine frühere Kandidatin der TV-Show "Der Bachelor" soll bei einem Diebstahl an der Kö geholfen haben: Ein Paar hatte dort im Dezember 2016 eine 16.500-Euro-Pelzjacke erbeutet. Doch die mutmaßliche Komplizin bestreitet alles.

Angeblich nur eine Kette von Zufällen brachte die frühere Kandidatin D. (29) der TV-Show "Der Bachelor" am Donnerstag vors Amtsgericht. Kurz vor Silvester 2016 soll D. einem flüchtig bekannten Paar beim Diebstahl einer kostbaren Nerzjacke aus einer Edel-Boutique an der Kö geholfen haben. Angeblich hat sie zwei Verkäuferinnen so abgelenkt, dass dem Paar der Diebstahl der 16.500-Euro-Pelzjacke gelang. "Falsch", rief ihr Anwalt, "sie ist unschuldig." D. habe sich nur zufällig so lange mit dem Paar in dem Shop aufgehalten, bis der Diebstahl vollendet war. Ein Urteil fehlt noch.

Den Mann kennt die Angeklagte angeblich nur mit Vornamen "aus einem Café", dessen Begleiterin sei ihr völlig fremd gewesen. Und doch habe das Trio damals nach einem weiteren Zufallstreffen Kö-Boutiquen durchstreift. Die Angeklagte, die damals weder Einkommen noch Konto besaß, von "Taschengeld" des Vaters lebte, habe ein Kleid für Silvester gesucht. Dazu habe das Trio auch jenen Kö-Marken-Shop besucht, wo Kleider "ab 2000 Euro" kosten, so die Shop-Managerin. Fündig wurde die Angeklagte nicht, weil ihr angeblich nichts gefiel, das für die geplante Silvesterfeier in Berlin geeignet gewesen wäre. Doch während sie sich damals ein Modell nach dem anderen zeigen ließ, sollen ihre flüchtigen Bekannten die Pelzjacke erbeutet haben. Das fiel erst auf, als das Trio wieder weg war.

"Dass die etwas stehlen wollten", so D. später zur Polizei, "habe ich nicht gewusst. Ich finde das unglaublich!" Vor Gericht schwieg sie nun, ließ ihren Anwalt reden. Der hielt die Anklage für eine "blühende Fantasie eines Ermittlungsbeamten". Doch die Richterin fand es einen "komischen Zufall", dass die Angeklagte den Shop erst verließ, als der Diebstahl gelungen war, und hielt es für "lebensfremd", dass sich die Angeklagte in der Edel-Boutique teure Kleider zeigen ließ, "ohne sie nur mal anzuprobieren".

Fakt ist: Das Paar ist damals mit der Luxus-Pelzjacke unerkannt entkommen. Ob die Angeklagte je eine Chance hatte, an der Kö etwas zu kaufen, soll durch weitere Finanzermittlungen geklärt werden. Erst danach wird der Prozess ganz von vorne aufgerollt.

(wuk)
 
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