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Stadtmitte
Patienten erhalten drei Mal täglich Diamorphin

Stadtmitte. Seit Ende vergangenen Jahres gibt es in Düsseldorf eine Drogenambulanz für schwer suchtkranke Patienten, die pharmazeutisch hergestelltes Heroin - auch Diamorphin genannt - erhalten. Auf Anfrage der Linken erklärte Gesundheitsdezernent Andreas Meyer-Falcke im Gesundheitsausschuss, die Stadt gehe von einem Patientenkreis von 50 Personen aus. Zwei niedergelassene Allgemeinmediziner und ein Neurologe haben an der Bendemannstraße nahe des Hauptbahnhofes ihre Versorgung übernommen.

Auf Anfrage der CDU erklärte Meyer-Falcke eine Besonderheit der Ambulanz: Dort wird das Diamorphin sieben Tage die Woche morgens, mittags und abends vergeben. Bei dem Angebot handle es sich um eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen, es sei damit keine primäre kommunale Aufgabe. "Das reine Ausgeben des Substituts ist nicht das Problem, sondern die psychosoziale Betreuung", so der Gesundheitsdezernent. Dafür werde noch nach einer Lösung gesucht.

(stz)
 
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