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Stadtmitte
Unpassende Geschenke finden neue Liebhaber

Stadtmitte. Es ist ja nicht so, dass man irgendwem die Weihnachtsfreude über ein gelungenes, heiß ersehntes oder auch nur besonders liebevolles Geschenk nicht gönnt. Aber je mehr Schenkende mit ihren Gaben so völlig daneben liegen, desto besser ist das zumindest in Düsseldorf für "Ärzte ohne Grenzen". Es hat schon lange Tradition, die unpassenden, ungeliebten, längst besessenen oder aus anderen Gründen nicht gemochten Geschenke nach dem Jahreswechsel in die Johanneskirche zu bringen, und da sind sie am Samstag eben zugunsten der internationalen Hilfsorganisation verkauft worden.

Allerdings waren es in diesem Jahr erstmals deutlich weniger Kleidungsstücke, Spielsachen und Haushaltsgegenstände, als man das bei der evangelischen Kirche so gewohnt ist. Wahrscheinlich aber nicht, weil die Geschenke diesmal besser passten, sondern weil vieles, was in den Vorjahren in die Johanneskirche gebracht worden wäre, in diesem Jahr bei den Sammelstellen für Flüchtlinge abgegeben wurde. Das vermutet zumindest das Team, das darüber nicht böse ist: "Das ist ebenfalls eine gute Sache", sagt Barbara Wengler von der Johanneskirche.

Und immerhin brachte allein der Geschenkeverkauf im Kirchenfoyer auch am Samstag stolze 1040 Euro. Dazu kamen weitere 380 Euro beim Bücherflohmarkt im Foyer, wo gut erhaltene Second-Hand-Bücher angeboten wurden, die der Kirche gespendet worden sind. Solche Büchermärkte veranstaltet die Johanneskirche mehrmals im Jahr, und auch deren Erlöse (zusammen 610 Euro) wurden für "Ärzte ohne Grenzen" aufbewahrt, so dass jetzt 2030 Euro an die Organisation überwiesen werden können.

Quelle: RP
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