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Stadtmitte
Zebrastreifen kommt doch nicht

Stadtmitte. Liesegangstraße: Stadt spricht sich gegen Wunsch der Bezirksvertretung 1 aus.

Im zweiten Anlauf hatte die SPD im Frühjahr mit ihrem Antrag in der Bezirksvertretung 1, auf der Liesegangstraße hinter Karstadt und Kaufhof in Höhe der Abbiegung zur Tonhallenstraße einen Zebrastreifen zu installieren, überraschend Erfolg. Lediglich die CDU stimmte gegen den Antrag. Versuch Nummer eins war an der Ablehnung der Stadtverwaltung gescheitert, die an dieser Stelle kein erhöhtes Verkehrsaufkommen erkennen konnte und die bestehende Querungshilfe daher für Fußgänger als ausreichend ansah.

Die Antwort der Verwaltung in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung auf den Beschluss unterschied sich inhaltlich nun in keinster Weise von der ersten. Auch bei einer erneuten Überprüfung vor Ort sei eine mögliche Gefährdung von Fußgängern nicht zu erkennen gewesen, heißt es. Anzuwenden sei in diesem Fall die Richtlinie "R-FGÜ 2001", die besage, dass Fußgängerüberwege nur an Stellen installiert werden dürften, wo lediglich ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung überquert werden muss. Die Liesegangstraße besitze in Fahrtrichtung Westen aber zwei Fahrstreifen.

Weiterhin gebe die Richtlinie vor, dass Fußgängerüberwege in Tempo 30-Zonen - wie in der Liesegangstraße - in der Regel entbehrlich seien. Ohnehin werde der besagte Bereich im Zuge der Umplanung der Schadowstraße doch mit überplant. Ein Handlungsbedarf bestehe also nicht.

(arc)
 
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