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Stockum
Junior Open: Tennis spielen wie die Profis

Stockum. Das Turnier des TC Rheinstadion lockte am Wochenende sogar Spieler aus London nach Stockum. Von Sarah Schneidereit

Eigentlich lebt Familie Mischker in London. Doch für das Nachwuchsturnier "Düsseldorf Junior Open", ehemals Böhner Cup, kommt Familienvater Michael Mischker mit seiner Frau Liz und seinen beiden Tennis spielenden Söhnen Felix und Lucian gerne in seine Heimatstadt zurück. So auch am Wochenende, als das Sportevent für Talente im Alter von acht bis 21 Jahren stattfand.

"Das Besondere an dem Turnier ist einfach die Atmosphäre. Die Kinder werden hier behandelt wie die großen Tennisprofis auch: Es gibt eine Liveübertragung und einen Physiotherapeuten", so Michael Mischker. Außerdem gebe es in England keine vergleichbaren Ascheplätze. Sein Sohn Felix hat in einem kleinen Club in England angefangen zu spielen. Sein Bruder Lucian ist dann immer mit auf die Turniere gefahren und hat mit der Zeit auch Interesse an der Sportart entwickelt. Jetzt träumen beide davon, Tennisprofis zu werden.

Beim Junior-Cup ist der 14-jährige Felix jedoch gleich zu Beginn des Turniers ausgeschieden. Mit der Niederlage geht der Nachwuchsspieler gelassen um. "Das gehört einfach dazu", sagt Felix, der gemeinsam mit seinem 11-jährigen Bruder in den sozialen Netzwerken unter dem Namen "tennis brothers" unterwegs ist. Das Video, in dem sie das Turnier in Stockum vorstellen, wurde über 1400 Mal angeklickt. Weil sie so viele Anhänger bei Instagram und Youtube haben, wurde unter anderem bereits Sportartikelhersteller Adidas auf sie aufmerksam und sponsert die beiden seitdem.

Auf Tennisturnieren werden die beiden Brüder oftmals auch wiedererkannt. "Das ist schon manchmal seltsam, wenn völlig Fremde einen ansprechen", findet Felix, der die Aufmerksamkeit aber auch genießt. Mutter Liz, die als Lehrerin arbeitet, achtet darauf, dass die Schule trotz des Sports nicht zu kurz kommt.

Auch die zehnjährige Uma Zander vom TC Rheinstadion kennt das Problem, Schule und Sport unter einen Hut bekommen zu müssen. Damit sie an Turnieren wie dem Junior Open am Wochenende teilnehmen kann, trainiert sie fünf Tage in der Woche je zwei bis drei Stunden. "Manchmal mache ich die Hausaufgaben dann hier im Club", sagt Uma, die seit vier Jahren Tennis spielt. Schon als kleines Mädchen hat sie gerne Matches im Fernsehen geschaut. Später möchte sie selbst einmal als Profispielerin auf dem Platz stehen. Dass es am Wochenende für sie beim Nachwuchsturnier nicht gereicht hat, macht ihr nichts aus. "Meine Gegnerin war echt stark und ich habe einfach zu viele Fehler gemacht", gibt sie offen zu.

Quelle: RP
 
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