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Stockum
Klar strukturierte Bildsprache im Ballhaus

Stockum: Klar strukturierte Bildsprache im Ballhaus
Marion Bohlen, Johanna Przystalski und Tanja Guntrum (v. l.) zählen zu den Künstlerinnen, die im Ballhaus ausstellen. FOTO: Anne Orthen
Stockum. Polyglott geht es noch bis einschließlich 4. April täglich zwischen 15 und 18 Uhr im Ballhaus im Nordpark an der Kaiserswerther Straße 380 zu. In der Ausstellung "Bildersprache" wählen die Künstler Marion Bohlen, Mechthild Debbert-Hoffmann, Tanja Guntrum, Bernadette Korchel, Johanna Przystalski und Werner Schleicher ganz verschiedene Diktionen. Zwischen monochromatisch und knallbunt, zwischen geometrisch streng bis ins kleinste Detail rechtwinklig und psychedelisch, verschlungen phantasievoll, zwischen Stillleben, Landschafts- und Architekturgemälden bis hin zu unendlich Abstraktem mit deutlich expressionistischen Anklängen reicht die auf Leinwand gebannte Form- und Farbensprache.

Debbert-Hoffmann hat Kunst studiert, Bohlen besuchte Meisterklassen, Guntrum machte sich vor sechs Jahren als freischaffende Künstlerin selbstständig, machte sozusagen ihr Hobby zum Beruf. Korchel, Przystalski und Schleicher sind Autodidakten. Korchel verfremdet gerne ihre Architekturfotos von Bauten des Stararchitekten John O. Gehry, wählt Bildausschnitte und komponiert so Fragmente der dekonstruktivistischen Bauten zu eigenen Werken.

Schleicher bringt Landschaften, vorwiegend aus Südfrankreich in seine eigene durch kraftvolle Farben und energische Pinselführung gekennzeichnete Bildform. "Ich male seit 30 Jahren, nachdem ich vor zwei Jahren in den Ruhestand getreten bin, noch intensiver", erläutert der Elektroingenieur. "Bei der Ausstellung geht es mir nicht darum, die Bilder zu verkaufen. Ich freue mich über jedes Gespräch über Malerei und auch alles andere." Egal, ob gepinselt oder gespachtelt, mit Acrylfarben oder als Aquarell auf die Leinwand gebannt, die Ausstellung im Ballhaus ist intensiv und vielsprachig.

(tino)
 
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