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Stockum
Kunstausstellung über und für Bäume

Stockum: Kunstausstellung über und für Bäume
Die Freizeitkünstler Sigrun Graffmann und Peter Scholz haben in den vergangenen Monaten für die Ausstellung "Der Baum in der Kunst" gemalt. Die Werke werden in einer Gruppenausstellung im Ballhaus im Nordpark gezeigt. FOTO: RP-Foto Hans-Jürgen Bauer
Stockum. Der Künstlerkreis Spektrum 76 gestaltet im Ballhaus im Nordpark eine Gruppenausstellung zum Thema Bäume. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf der Werke soll für neue Bäume in Düsseldorf gespendet werden. Von Julia Brabeck

Traditionell stellt der Künstlerkreis Spektrum76 im Frühjahr im Ballhaus im Nordpark aus. Die Gruppenschau steht dabei immer unter einem einheitlichen Motto. "Diesmal haben wir uns einem aktuellen Thema gewidmet, zeigen Werke zum Thema ,Der Baum in der Kunst'." Diese Idee sei von Mitglied Agnieszka Lorenz nach dem Sturm Ela entstanden. "Erstmals in der Vereinsgeschichte wollen wir dabei Spenden sammeln. Davon soll ein neuer Baum gepflanzt werden", sagt Vorstandsmitglied Sigrun Graffmann. Ein Ort wurde bereits dafür ausgesucht. "Er soll an der Ickerswarder Straße gepflanzt werden, denn unser Atelier befindet sich ebenfalls in Wersten, und zwar an der Werstener Dorfstraße", sagt Vorstandsmitglied Peter Scholz.

Rund 40 der insgesamt 100 Mitglieder stellen ihre unterschiedlichen Arbeiten aus. Vertreten sind verschiedene Techniken und Materialien. Zu sehen sein werden Zeichnungen, Bilder in Öl, Acryl oder, Pastellkreide, Aquarelle und Collagen. Es gibt abstrakte, moderne und gegenständliche Darstellungen, kleine Bilder und eineinhalb Quadratmeter große Werke und Skulpturen. Ihnen gemeinsam ist eigentlich nur, dass der Baum in irgendeiner Form thematisiert wird. "Es gibt also wirklich viel zu sehen", sagt Graffmann.

Helga Gilbert beispielsweise hat den riesigen umgestürzten Baum in Hofgarten, der nach Ela zu einem beliebten Fotomotiv wurde, gemalt. Aleksandra Sisic zeigt Fabelwesen, die halb Baum, halb Mensch sind und deren Haut deshalb aus Rinden besteht. Ursula Dehmann wiederum verwendet echte Baumrinden, bindet diese reliefartig in ihre Werke ein. Und Peter Scholz hat ein Aquarell mit Kopfweiden im Nebel gestaltet, wie sie in der Urdenbacher Kämpe zu sehen sind.

Alle rund 100 Werke sind verkäuflich. Die Preise liegen zwischen 38 und 610 Euro. Zehn Prozent des Kaufpreises wollen die Künstler spenden. Einige von ihnen haben zusätzlich ungerahmte Arbeiten gestiftet, deren Erlös vollständig in die Baumaktion fließt. Zusätzlich wird noch eine Spendendose aufgestellt. "Fast elf Monate nach dem Orkan Ela engagieren sich immer noch zahlreiche Düsseldorfer für den Wiederaufbau des Stadtgrüns. Das ist etwas ganz Besonderes in unserer schnelllebigen Zeit und zeigt ganz deutlich, welche Bedeutung Natur in unsere Stadt genießt",sagt Doris Törkel, Leiterin des Düsseldorfer Gartenamtes.

Sie wird bei der heutigen Vernissage, die um 19 Uhr beginnt, die Eröffnungsrede halten. Danach kann die Ausstellung bis zum 4. Mai, Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Mitglieder des Künstlerkreises sind dann jeweils anwesend und stellen sich den Fragen der Besucher. Zudem wird neben jedem Werk ein Foto und die Vita des Künstlers aufgehängt. "Damit die Besucher eine Vorstellung haben, welche Menschen hinter den Werken stecken."

Quelle: RP
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