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Unterbach
Amt gegen Maßnahmen am Hexenkotten

Unterbach. Bezirkspolitiker hatten angeregt, die Verkehrssicherheit an der Straße in Unterbach zu verbessern. Von Marc Ingel

Die Verwaltung sieht keinen Handlungsbedarf, im Einmündungsbereich der Straße Zum Hexenkotten in die Rathelbeckstraße in Unterbach Maßnahmen zur Verkehrssicherung durchzuführen. Die Politiker der Bezirksvertretung 8 (zuständig für Eller, Lierenfeld, Unterbach und Vennhausen) hatten zuvor eigentlich mehrheitlich darum gebeten, zu prüfen, ob nicht die Möglichkeit bestehe, zur besseren Einsicht in die Rathelbeckstraße Spiegel zu installieren. Auch sollten möglicherweise zusätzlich Haltverbote erweitert oder zumindest vom Ordnungsamt regelmäßig kontrolliert werden.

Die Antwort des Amtes für Verkehrsmanagement war eindeutig: Die Situation sei in den vergangenen Jahren immer wieder überprüft worden, "mit dem Ergebnis, dass die vorhandenen Haltverbote für ein sicheres Ausfahren ausreichend sind". Es habe an der besagten Stelle keine Unfälle gegeben und eine Ausweitung der bestehenden Haltverbote sei auch aus Sicht der Polizei nicht angemessen.

Probleme würden vor Ort vielmehr durch Missachtungen der bestehenden Haltverbote entstehen. Die städtische Verkehrsüberwachung sei darüber informiert und stehe auch in Kontakt mit den Anwohnern, die sich beschwert hätten. "Der Bereich wird mehrmals täglich kontrolliert. Eine noch intensivere Überwachung ist, insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende, aber leider nicht möglich", heißt es in der Stellungnahme.

Die Installation eines Spiegels könne seitens des Amtes für Verkehrsmanagement ebenfalls nicht befürwortet werden, "da er ein verzerrtes Bild wiedergibt und gerade bei feuchter und kühler Witterung zum Beschlagen neigt". Auch eine reale Einschätzung der Entfernung und der Geschwindigkeit eines herannahenden Autos sei mittels eines Spiegels nicht gegeben. Daher seien Fehleinschätzungen durch einen Spiegel nicht selten Unfallursache, "so dass auch aus polizeilicher Sicht Verkehrsspiegel kein Instrument zur Erhöhung der allgemeinen Verkehrssicherheit darstellen", wie es heißt.

Quelle: RP
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