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Unterbach
Die Vielfalt der Äpfel kennenlernen

Unterbach: Die Vielfalt der Äpfel kennenlernen
Die alte Saftpresse ist besonders bei Kindern beliebt. Ihnen machte nicht nur die Arbeit damit Spaß, auch der Saft schmeckte ihnen gut. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Unterbach. Rund um die vielseitige Frucht drehte sich am Samstag alles beim Apfelfest des Nabu. Das Programm begeisterte.

Es muss nicht immer Braeburn oder Elstar sein. Neben den bekannten Sorten aus dem Supermarkt gibt es noch viele andere - gerade im Rheinland. "Man ist überrascht, was es für eine große Vielfalt gibt, man kennt ja sonst nur die typischen Sorten", sagt Ina Hanemann. Mit ihren sechsjährigen Zwillingen Alwin und Philine ist sie zum Apfelfest des Naturschutzbundes Düsseldorf (Nabu) an den Unterbacher See gekommen. Auf einer Wiese direkt neben dem Naturschutzgebiet Eller Forst feiert der Nabu dort jedes Jahr sein großes Apfelfest - mit frisch gepresstem Apfelsaft, selbst gemachtem Apfelkuchen, einer Vielfalt an rheinländischen Apfelsorten und vielen Informationen.

"Ich habe zwei Äpfel aus dem Schrebergarten einer Freundin mitgebracht und weiß nicht, was das für Sorten sind", sagt Hanemann und zeigt Tobias Krause vom Nabu ihre mitgebrachten Exemplare. Gemeinsam versuchen sie, die Fundstücke einzuordnen. "Der eine sieht dem Gloster sehr ähnlich", erklärt Krause. An seinem Stand stehen mehrere Kisten mit verschiedenen Apfelarten, die aus Düsseldorf und der näheren Umgebung kommen. "Es gibt hier bei uns um die 100 Sorten", erklärt Krause. Mitgebracht zum Apfelfest habe er so um die 40. Sie tragen Namen wie Gelber Edelapfel, Ingrid Marie oder Winter Bananenapfel. "Jede Sorte ist anders, alle sind essbar und haben einen individuellen Geschmack", so Krause.

Reinhold Zimmermann und weitere Nabu-Mitglieder zeigen den Besuchern, wie man früher Apfelsaft herstellte. "Etwa 300 Kilo Äpfel haben wir heute erst in Stücke geschnitten, dann geschreddert, um daraus Apfelsaft zu pressen", sagt er. Gerade die kleinen Besucher sind von der alten Saftpresse begeistert. Und nicht nur davon. "Der Saft schmeckt sehr lecker", sind sich Jonathan und Collin einig. Auch ihr Vater Matthias Wedekind ist begeistert, da so den Kindern die Natur näher gebracht werde.

(nba)
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