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Unterbach
Im Februar wird es am Elbsee tropisch

Unterbach. Die große Wellness-Anlage Vabali soll Anfang des nächsten Jahres eröffnen. Beim Innenausbau geht es voran. Von Torsten Thissen (Text) und Anne Orthen (Fotos)

Es gibt Räume, die sind beinahe fertig. Und weil auch die Heizung schon läuft, ist es zum Teil schön warm auf der wohl eigentümlichsten Baustelle Düsseldorfs. Dennoch wird das Vabali den zunächst anvisierten Eröffnungstermin noch in diesem Jahr nicht halten können. "Das war dann wohl ein wenig zu ambitioniert", sagt Sönke Schacht, der die Wellness-Anlage am Elbsee einmal leiten soll. Und dennoch haben sich Schacht und seine Mitstreiter nun auf einen Termin mit den Bauarbeitern verständigt: Am 20. Februar soll die Eröffnung der Anlage sein. "Dann können wir noch einen guten Teil des Winter-Geschäfts mitnehmen", sagt Schacht, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es bereits jetzt natürlich Gutscheine zu kaufen gibt.

Das Vabali wird Düsseldorfs größte Wellness-Anlage. Rund 22 Millionen Euro wird das Ressort am Ende wohl kosten, bis zu 700 Tagesgäste sind zulässig, die in 13 Saunen, zwei Pools und zahlreichen Ruhe-Räumen Erholung finden sollen. Dazu kommt ein großer Gastronomie-Bereich, denn ein leerer Bauch sauniert nicht gern. Die Anlage gehört zur Theune-Gruppe. Vor mehr als 20 Jahren hat die mit dem Wellness-Geschäft angefangen. Inzwischen betreibt sie sechs Bäder und Thermen, darunter auch das Neptunbad und die Claudiustherme in Köln.

Wer die Baustelle besichtigt, bekommt zumindest eine Ahnung, in welche Richtung es in Düsseldorf geht: Der Elbsee soll zum Indischen Ozean werden, soviel ist klar. Tatsächlich werden in der gesamten Anlage balinesische Elemente verbaut. Sehr viel Holzschnitzereien sind zu sehen, die extra in Indonesien hergestellt werden, aber auch antike Elemente aus Bali werden eingepasst, etwa aufwendig geschnitzte Tür- und Torzargen. Später sollen auch die Möbel in diesem Stil dazukommen.

Daneben wurde und wird aber auch viel Naturstein verbaut, ein Hamam wiederum wirkt bereits jetzt orientalisch - das Vabali kommt nicht nüchtern daher, sondern es ist darauf angelegt, die Besucher zu emotionalisieren. Dazu dürfen natürlich auch nicht die Buddha-Figuren fehlen und die Kerzen, die in Nischen an den Wänden die Anlage in heimeliges Licht tauchen sollen. Eine große Rolle spielt sicher auch die einzigartige Lage des Vabali am Elbsee. So soll der Besucher eines Tages in der tropischen Sauna eine Massage bekommen, während seine Augen durch die großen Fenster über die rheinische Seenlandschaft spazieren gehen. Tatsächlich gleicht die Aussicht aus der Panorama-Sauna bereits jetzt dem Gemälde eines niederrheinischen Landschaftsmalers.

Dass das Konzept funktioniert, gilt als sicher, zumal es bereits eine sehr ähnliche Anlage in Berlin gibt, die beim Publikum in der Hauptstadt sehr gut ankommt. Wichtig sei, jetzt das richtige Personal für die Anlage am Elbsee zu finden, sagt Schacht.

Etwa 150 Mitarbeiter werden am Elbsee arbeiten, wenn das Vabali seinen Betrieb aufnimmt. Rund die Hälfte der Stellen sind noch zu besetzen. Von der studentischen Hilfskraft, die für die richtige Temperatur in der Sauna sorgt, bis zum Küchenchef über die Service-Kraft an der Rezeption. Sie alle müssen eingestellt und vor allem eingearbeitet werden.

Quelle: RP
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