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Unterbach
Unterbach verändert sein Gesicht

Unterbach. Auf dem Breidenplatz entsteht ein Supermarkt mit Vollsortiment, auf den Freiflächen werden Häuser mit 133 Wohneinheiten gebaut. Von Marc Ingel

Das Nahversorgungszentrum am Breidenplatz im Zentrum von Unterbach ist mit seinen Wohnstraßen in die Jahre gekommen. Das soll sich ändern, und zwar gleich auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern. Der jetzt in der Sitzung der Bezirksvertretung 8 vorgestellte Bebauungsplan-Vorentwurf sieht, so heißt es im Verwaltungsdeutsch, eine "bauliche Arrondierung und Weiterentwicklung" des Ortszentrums vor. Um das zu gewährleisten und auch die Nahversorgung im Dorf zu verbessern, muss jedoch zunächst ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, die beiden alten aus dem Jahr 1975, deren Ziele nur zum Teil verwirklicht wurden, gelten als veraltet.

Die Pläne einer wirklichen Aufwertung Unterbachs werden bereits seit den 90er Jahren verfolgt und diskutiert, immer wieder überarbeitet und aktualisiert, jetzt scheint die Zeit gekommen, Taten folgen zu lassen. Die aktuelle Planung umfasst neben der Ansiedlung eines großflächigen Vollsortimenters mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern als Ergänzung zum bestehenden Angebot am Breidenplatz die Entwicklung der Wiesenflächen für eine Wohnbebauung. Der Markt soll in den Obergeschossen mit Wohnungen überbaut werden. Südlich des Einzelhandelsbetriebs soll ein Parkplatz entstehen. Die Erschließung des Marktes erfolgt über den Kreisverkehr an der Gerresheimer Landstraße.

Der Breidenplatz könnte im Zuge der Errichtung des Vollsortimenters städtebaulich erweitert und der bisherige Geländesprung abgetragen werden. Des Weiteren werden zwischen der Straße Am Schwalbenberg und dem geplanten Supermarkt sowie zwischen Breidenplatz und Gerresheimer Landstraße neue Fuß- und Radwegeverbindungen geschaffen. Auch die westlich des Breidenplatzes gelegenen Freiflächen sollen wohnbaulich genutzt werden. Neben Einfamilien- und Doppelhäusern ist auch die Errichtung von Geschosswohnungsbauten vorgesehen. Diese könnten aus nördlicher Richtung sowohl über die Straße Am Spindelbusch als auch von Westen über die Straße Am Schwalbenberg erschlossen werden. Entlang der Gerresheimer Landstraße sollen Mischnutzungen (Büros, Wohnungen sowie eine dreigruppige Kita) entstehen. Die Stellplätze werden vorrangig in Tiefgaragen nachgewiesen. Nach dem derzeitigen Planungsstand sind bis zu 133 Wohneinheiten vorgesehen. In der Bezirksvertretung wurde über das Vorhaben intensiv diskutiert, eine Beschlussfassung gab es noch nicht, das Thema wurde vertagt.

Quelle: RP
 
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