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Unterbilk/Gerresheim
Großer Geschmack für kleines Geld

Unterbilk/Gerresheim: Großer Geschmack für kleines Geld
Die Gerresheimer Söhne haben Süßkartoffel-Orangen-Suppe, Steinpilz-Risotto, orientalische Frikadellen und Panacotta mit Himbeersoße gekocht. FOTO: bauer
Unterbilk/Gerresheim. Gerresheimer Söhne kochen ein ausgefallenes Menü im Grenzenlos-Café. Von Sebastian Kalenberg

"Achtung, heiß", ruft Jamie Gerits, als er mit dem großen Topf Süßkartoffel-Orangen-Suppe durch die kleine Küche im Café Grenzenlos geht und sich an Kollege Robert Schmitz vorbeischiebt, der das Steinpilz-Risotto gerade mit Parmesan garniert. Es ist ein Festmahl, das die beiden Freunde gemeinsam mit dem Rest der "Gerresheimer Söhne" gezaubert haben und das nun den Gästen serviert werden soll.

Die monatliche Aktion "Sonntags Kochen" vom Verein Grenzenlos hat wieder viele hungrige Gäste in das Unterbilker Restaurant gelockt. Die "Gerresheimer Söhne" sind es diesmal, die sich nach dem Vorbild ihrer Väter - den "Gerresheimer Freunden" - für sozial und finanziell Schwächere einsetzen. Einkommensschwache Menschen erhalten ihr gesamtes Menü für 2,50 Euro, alle anderen Gäste zahlen fünf Euro. "Jeder Gast, der zu uns kommt, soll sich so wohl fühlen, wie in jedem anderen Restaurant auch", sagt Walter Scheffler, Vorsitzender des Vereins. "Wenn man Arme wie Arme behandelt, dann verhalten sie sich auch so. Ein Konzept ohne Bezahlung ist nicht förderlich - das hat auch etwas mit Wertschätzung und Selbstachtung zu tun."

Neun Stunden Vorbereitung haben sich die Gerresheimer Söhne genommen, um rund 90 Gäste kulinarisch verwöhnen zu können. "Wir kochen privat sehr gerne und können jetzt mal neue Gerichte ausprobieren", erzählt Jamie Gerits, der die Idee mit der ausgefallenen Suppe hatte. Neben dem Steinpilz-Risotto stand noch orientalische Frikadelle mit Couscoussalat. Panna cotta mit Himbeersoße auf der Speisekarte.

"Wir haben viele Stammgäste, die das Angebot gerne annehmen", sagt Scheffler und deutet auf Klaus: Der wohnt keine 300 Meter vom Café entfernt und ist fast täglich Gast. "Für mich als Feinschmecker ist das auch ein Stück Lebensqualität. Ich zahle 2,50 Euro für so ein Festmahl - das ist bemerkenswert."

Quelle: RP
 
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