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Unterbilk
Mode und Wohnaccessoires auf nur 30 Quadratmetern

Unterbilk. An der Neusser Straße 129 in Unterbilk hat Sandra Noll ihr Geschäft "No 129 Concept Store" eröffnet.

Mit Mode beschäftigt sich Sandra Noll bereits seit ihrem 15. Lebensjahr. Damals lebte sie in Bochum, ging zur Schule und verdiente sich in ihrer Freizeit als Verkäuferin in einer Boutique etwas zum Taschengeld dazu. Später arbeitete sie viele Jahre für so namhafte Marken wie etwa René Lezard oder Marc Cain und lernte dort alles über Produktion, Einkauf und Vertrieb, eine anstrengende Zeit. "Besonders während der Saison kommen im Vertrieb jede Menge Stunden zusammen, das ist Stress pur", erzählt sie. Irgendwann hatte sie genug davon und kündigte ihren Job.

Inzwischen betreibt sie an der Neusser Straße 129 ihr eigenes Geschäft "No 129 Concept Store". Wer sich einige Zeit in dem kleinen Laden aufhält, wundert sich darüber, wie unterschiedlich die Kunden sind: junge Menschen, ältere Menschen, schick oder lässig gekleidet, offenbar finden hier viele, etwas, das zu ihnen passt. Hinzu kommt, dass die Straßenbahn direkt vor der Tür hält und es nicht an Laufkundschaft mangelt. Wichtig ist aber auch die Inhaberin selbst, die fast jede Frage zu Qualität und Herkunft der Ware beantworten kann. "Ich unterhalte mich sehr gern mit den Kunden, nehme mir ganz viel Zeit und möchte sie begeistern. Ich freue mich über jeden, der hereinkommt und sich umsieht, auch ohne gleich etwas zu kaufen", erklärt sie ihre Philosophie. Zudem sieht ihr Laden immer wieder anders aus, sie bekommt wöchentlich neue Ware.

Der nur 30 Quadratmeter große Concept Store wirkt durch die Beleuchtung und einen riesigen Spiegel deutlich größer. Neben der Mode, übrigens nur für Frauen, gibt es Schmuck, Accessoires, handgefertigte Kerzen und vieles mehr für die Wohnungsausstattung. Bei der Auswahl legt Noll Wert auf Fair Trade und ausgefallene Marken, die nicht überall angeboten werden, wie etwa das Düsseldorfer Label Einstein & Newton oder das ebenfalls deutsche Schmucklabel Urban Leaves.

Oft wird sie gefragt, ob sie nicht auch Mode für Männer anbieten könne, aber dafür sei das Geschäft zu klein. "Aber vielleicht finde ich ja irgendwann ein größeres Ladenlokal in der Nähe, dann überlege ich mir das", sagt die Geschäftsinhaberin.

(werth)
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