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Unterbilk
Nachbarn geben Ideen für Areal in Unterbilk

Unterbilk: Nachbarn geben Ideen für Areal in Unterbilk
Mit Modellhäusern durften die Besucher des Workshops das Areal in Unterbilk nach ihren Vorstellungen planen. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Unterbilk. Auf dem brachliegenden Gelände an der Ecke Bach-/Elisabethstraße nahe den Düsseldorf Arcaden soll ein Wohnquartier entstehen. Stadt-Beigeordnete Cornelia Zuschke wünscht sich dazu viele Vorschläge aus den Reihen der Bürger. Von Manfred Johann

Nichts deutet momentan auf dem 8500 Quadratmeter großen städtischen Grundstück an der Ecke Elisabethstraße/Bachstraße im Stadtteil Unterbilk darauf hin, dass dort demnächst eine Großbaustelle eingerichtet werden könnte. Es liegt umgeben von vier- bis sechsstöckigen Wohnhäusern in weiten Bereichen brach. Zur Ergänzung des Weihnachtsmarkts wird gerade eine Eisbahn aufgebaut. Vereinzelte, zumeist halb zerrissene Plakate, auf denen für den Bau der Wehrhahn-Linie um Verständnis geworben wird, sind noch sichtbar. Vor fast 100 Jahren hatte hier noch eine Eisengießerei ihre Heimat. Dann diente die große Fläche lange Zeit als Kirmesplatz, später als Parkplatz, bevor sie als Baustelleneinrichtungsfläche für den Bau der U-Bahn genutzt wurde.

Schwer fällt die Vorstellung, dass dort in ein paar Jahren ein großzügiges Quartier mit vielfältigen Wohnungsangeboten, Gastronomie, Kita, Arztpraxen sowie einer Dependance der Realschule Floraschule stehen könnte. Zumindest sieht so das Vorhaben für die Fläche neben dem Stadtteilzentrum Bilk (Düsseldorf-Arcaden) aus, das durch Genossenschaften und die Städtische Wohnungsbaugesellschaft entwickelt wird. "Wir wünschen uns ausdrücklich eine Beteiligung der Bürger an den Planungen dieses Herzstücks der angrenzenden Stadtteile Unterbilk, Bilk und Friedrichsstadt", betonte die Stadt-Beigeordnete Cornelia Zuschke bei der Bürgerwerkstatt, in der engagierte Düsseldorfer ihre Vorstellungen über die Zukunft des Areals vortragen konnten. Knapp 100 Interessierte waren dieser Einladung in den Bürgersaal Bilk gefolgt. Unter ihnen war auch eine ältere ehemalige Bewohnerin dieser Gegend, die nun im Zoo-Viertel ihre Wohnung hat. "Ich könnte mir vorstellen, hierhin, wo ich 30 Jahre gelebt habe, wieder zurückzukehren", sagte sie. "Ich fürchte nur, dass die Wohnungspreise zu hoch werden." Dieser Befürchtung widersprach die Beigeordnete Zuschke: "Es wird ein Mix aus Wohnungen entstehen, also Wohnraum für alle Menschen."

Jünger war der Anwohner von der Kronenstraße, dessen Schlafzimmer zur geplanten Baustelle liegt. Er will den zusätzlichen Baulärm gerne in Kauf nehmen, da dann der Lärmpegel durch Autos, Straßenbahnen und Menschen von der Elisabethstraße geringer würde. Dieser liege tagsüber bei 55 bis 60 Dezibel, nachts immerhin noch bei bis zu 50.

Beide brachten dann ihre Wünsche bei der Veranstaltung "Jetzt sind Sie gefragt - Zukunft Bachstraße/Elisabethstraße" praktisch ein. Im Modellbau waren dort die Fläche und die umliegende Gegend aufgebaut worden. Die Bürger bauten mit vielen Modellhäusern Entwürfe nach ihren Vorstellungen auf Tischen auf. Die drei Tische waren thematisch gegliedert: in "Stadtraum" (wie hoch, wie groß sollen die Häuser sein), "Zukunft" (Planung in Hinblick auf die in den nächsten Jahren kommenden Veränderungen) und in "Wie wohnen?" (wie teuer, wie groß werden die Wohnungen?). An jedem Tisch stand ein "Pate", ein sogenannter Kenner der Stadt Düsseldorf, bei den nicht selten kontrovers diskutierten Vorstellungen den Anwohner beratend zur Seite.

Quelle: RP
 
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