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Unterbilk
Politik will soziales Wohnen am Rheinturm

Unterbilk. Die Ampel-Kooperation will den Investor dazu bringen, doch das Handlungskonzept anzuwenden.

Der Planungsausschuss hat der Auslobung für das Bieterverfahren für das Gelände neben dem Rheinturm zugestimmt - allerdings die Bedingungen für Bewerber um das Filet-Grundstück noch in einigen Punkten verändert. Der wichtigste: SPD, Grüne und FDP legten fest, dass auch in der 1a-Lage "grundsätzlich" die Vorgaben des Handlungskonzepts Wohnen gelten, also ein bestimmter Anteil an Sozialwohnungen und solcher mit sogenannter Preisdämpfung entstehen müssen. Für eine Ausnahme erwarte man eine überzeugende Begründung des Bieters. Die Stadtverwaltung hatte den Bewerbern die Möglichkeit einräumen wollen, die Sozialwohnungen ohne weitere Begründung an anderer Stelle in der Stadt zu errichten.

Weil die Politik - mit einer Gegenstimme der Linken und einer aus der SPD - der Auslobung zugestimmt hat, können sich bald Bewerber für das 0,5 Hektar große Grundstück zwischen Rheinturm und WDR-Gebäude melden, auf dem sich heute ein Parkplatz befindet. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte bereits einen Entwurf des Architekten Christoph Ingenhoven gelobt, der zwei Wohntürme errichten möchte. Dass dort Wohnraum entsteht, gilt auch als wahrscheinlich - die Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP ließ aber festschreiben, dass andere Nutzungsarten nicht unmöglich sind. "Man sollte keine Idee von vornherein ausschließen", sagte Fraktionssprecher Norbert Czerwinski.

Das Gelände gehört der Stadttochter IDR. Der Verkauf könnte 20 bis 25 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen. Zudem soll das Bauprojekt den Nebeneffekt haben, dass die Rheinuferpromenade um 400 Meter in Richtung Medienhafen verlängert wird.

Wer den Zuschlag erhalten will, muss darüber hinaus einen architektonisch überzeugenden Entwurf abliefern: In der Auslobung wird "die besondere stadträumliche Struktur an der Nahtstelle zwischen Medienhafen und dem Rheinpark Bilk" betont, auf die der Entwurf zu reagieren habe: Die Gebäude sollen mit dem Rheinturm harmonieren und zugleich einen Hingucker in der Stadtsilhouette bieten. Der Entwurf von Ingenhoven sieht zwei 13 beziehungsweise 17 Geschosse hohe, übereinandergestapelte Bungalows mit begrünten Terrassen vor.

(arl)
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