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Unterbilk/Friedrichstadt
Viele Ideen zur Zukunft der Friedrichstraße

Wehrhahn-Linie: Das passiert an den alten Strecken
Wehrhahn-Linie: Das passiert an den alten Strecken FOTO: Stadt Düsseldorf
Unterbilk/Friedrichstadt. In einem Punkt waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde über die Zukunft der Friedrichstraße einig: Die Straße befindet sich mitten im Umbruch.

Die Grünen im Stadtbezirk 3 hatten Bürger, Geschäftsleute und Eigentümer in das Stadtteilzentrum Bilk geladen, um mit ihnen über die Zukunft der Straße zu diskutieren, die in der jüngeren Vergangenheit mit mehreren Rückschlägen zu kämpfen hatte. Nach dem Aus der WestLB, der bevorstehenden Schließung des Stern Verlags und der Eröffnung der Wehrhahnlinie ist die Verunsicherung - besonders unter den Geschäftsleuten - groß. Wie können die Besuchereinbußen kompensiert werden? Was kann gegen die hohe Leerstandsquote unternommen werden? Das sind nur einige der Fragen, die die Betroffenen umtreibt.

Im Zentrum der Debatte stand dabei aber die Frage, auf welches Verkehrsmittel in Zukunft gesetzt werden solle. Besonders von Geschäftsleuten und der Interessensgemeinschaft Friedrichstraße wurde eine ausreichende Zahl an Kurzzeitparkplätzen gefordert, da ein großer Teil der Kunden mit dem Auto käme. Zuspruch erfuhr dabei die Idee der Einführung einer sogenannten Brötchentaste, die das kostenlose Parken für einen kleinen Zeitraum ermögliche. Aber auch Kunden, die mit dem Fahrrad kämen, sollen vermehrt an die Straße gelockt werden. So wurde etwa die Errichtung einer Fahrradstation am Bilker S-Bahnhof und dem Graf-Adolf-Platz vorgeschlagen. "Als Fahrradfahrer kann man mal eben absteigen und in ein Geschäft gehen und muss nicht lange nach einem Parkplatz suchen", so eine Bürgerin.

Unmut herrschte bei allen Beteiligten über den späten Umbautermin der Friedrichstraße. Laut Planungen der Stadt solle damit nicht vor 2018 begonnen werden, zu spät für viele Geschäftstreibende. Zumindest Teile der Friedrichstraße bekämen laut Norbert Czerwinski, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Stadtrat, aber bald neue Markierungen für Radfahrer, die in etwa den Zustand nach dem Umbau abbilden.

Große Zustimmung erfuhr bei der Veranstaltung der Vorschlag, die Straße für Kreative offener zu gestalten. So könnten leerstehende Geschäfte etwa übergangsweise als Ateliers von Künstlern genutzt werden. Auch die Forderung nach einheitlichen Öffnungszeiten, vermehrten Aktionen auf der Straße und einem runden Tisch zwischen allen Akteuren wurde von den Anwesenden positiv aufgenommen. Hoffnungen setzt man auf einen baldigen Halt des Regionalexpresses in Bilk. Dadurch sollen mehr Kunden an die Straße gelockt werdden.

(maxk)
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