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Unterbilk/Stadtmitte
Zentrum für soziale Hilfen in Unterbilk

Unterbilk/Stadtmitte: Zentrum für soziale Hilfen in Unterbilk
Noch nutzen Caritas-Beraterinnen wie Eva Dohmen (l.) und Nicole Schmiedigen den Warteraum an der Hubertusstraße. Bald werden dort Düsseldorfer sitzen, die zum Beispiel auf eine Arbeitslosenberatung warten. FOTO: HAns-Jürgen Bauer
Unterbilk/Stadtmitte. Die Caritas konzentriert Beratungsstellen wie die Wohnungshilfe an der Hubertusstraße. Das Soziale Beratungszentrum wird am 22. April eröffnet. Ein ähnliches Projekt ist in Stadtmitte geplant: Dort sollen Angebote für Familien zusammengelegt werden. Von Semiha Ünlü

Der Caritasverband treibt die Bündelung seiner Anlauf- und Beratungsstellen für soziale und familiäre Belange mit Hochdruck voran: So soll in wenigen Wochen im Haus Hubertusstraße 3 in Unterbilk ein Soziales Beratungszentrum eröffnet werden; an der Leopoldstraße in Stadtmitte werden voraussichtlich im Mai die Arbeiten für eine zentrale Anlaufstelle für Familien beendet sein. Ziel sei es, "eine Vielzahl der sozialen Beratungseinheiten im Stadtgebiet zentral zu bündeln, um die Präsenz und die Erreichbarkeit für Klienten zu erhöhen", sagt Caritas-Sprecherin Stephanie Agethen. Das sei auch aus einem anderen Grund wichtig: Das Zusammenführen sei "ein wichtiger Faktor, um sich auch in Zukunft als Wohlfahrtsverband und als kompetente Sozial- und Fachberatung in dieser Stadt zu positionieren", so Agethen.

Im Neubau Leopoldstraße 30 in Stadtmitte sollen wiederum Caritas-Einrichtungen wie die Erziehungs- und Familienberatung konzentriert werden. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

In Unterbilk werden in dem sechsgeschossigen Gebäude unter anderem die Fachberatung für Arbeitslose (mit angeschlossenem Bewerbungscenter), die Suchtberatung und die ambulante Wohnungshilfe untergebracht. "Der Caritasverband Düsseldorf setzt sich für Menschen in Not und für die Schwachen in unserer Gesellschaft ein", sagt Thomas Salmen, stellvertretender Caritas-Vorstand. Ziel der Beratungsangebote sei es, "Menschen realistische Chancen für eine Rückkehr in die Gesellschaft aufzuzeigen und mit ihnen gemeinsam Schritte umzusetzen." Durch die Zentralisierung von Suchtberatung, Therapie und Prävention und durch die Vernetzung vor Ort mit den Selbsthilfeangeboten des Vereins Kreuzbund wolle die Caritas "noch mehr Menschen erreichen und ihnen weiterhelfen", sagt Thomas Salmen.

An der Leopoldstraße in Stadtmitte verfolgt die Caritas ein ähnliches Projekt: Dort werden viele Düsseldorfer bald eine Adresse für unterschiedliche Anliegen und Fragen haben und das sogar in bester, da zentraler Lage. Bis Mai sollen dort die Arbeiten für ein Zentrum vor allem für familiäre Belange abgeschlossen sein. Einrichtungen wie die Erziehungs- und Familienberatung und die Jugendhilfe sollen dann im Sommer ihre Arbeit in dem viergeschossigen, barrierefreien Gebäude aufnehmen.

Knapp 9,5 Millionen Euro werden in den barrierefreien Neubau investiert. Den Großteil der Kosten (54 Prozent) übernimmt die Caritas, die Stadt ist mit einer Kostenbeteiligung in Höhe von 33 Prozent eine maßgebliche Förderin des Projekts. Die "Aktion Mensch", die sich auch an den Kosten für das Soziale Beratungszentrum in Unterbilk beteiligt, übernimmt fünf Prozent.

Auch die Mitarbeiter des Fachdienstes für Integration und Migration und der Koordinierungsstelle für Demenz werden in dem Neubau ihre Dienste und Hilfe anbieten. So wie die Mitarbeiter der Gehörlosenberatung, der Freiwilligenagentur und der Ehrenamtskoordination.

Im Neubau Leopoldstraße 30 entsteht zurzeit auch eine integrative Kindertagesstätte mit circa 100 Plätzen. Behinderte und nicht-behinderte Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt sollen in der Kita ab dem Sommer betreut werden. Im Innenhof des Gebäudes entsteht für die Kinder zurzeit eine Spielfläche. Auch die Dachfläche eines eingeschossigen Pavillons könne man sich als Spielfläche vorstellen, sagt der Düsseldorfer Caritasverband.

Quelle: RP
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