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Unterrath
Die Bruno-Show ist in Unterrath Kult

Unterrath. Im Juni wird Frank Küster zum 25. Mal Gastgeber der beliebten Kabarett-Show im Pfarrsaal von St. Bruno sein. Als besonderer Gast wird Jürgen Becker erwartet. Von Julia Brabeck

Vor sechs Jahren hat der Kabarettist Frank Küster ein ganz neues Kultur-Highlight in den Düsseldorfer Norden gebracht. Viermal im Jahr stellt der Künstler bei der Bruno-Show im Pfarrsaal von St. Bruno seine Vielseitigkeit unter Beweis. Der gelungene Mix aus Live-Musik, Comedy, Kabarett und illustren Gästen hat sich fest etabliert und eine treue, stets wachsende Fangemeinde gefunden. Am 5. Juni wird nun die 25. Ausgabe über die Bühne gehen. Dann wird der Kabarettist Jürgen Becker zu Gast sein. "Das rechne ich ihn hoch an und empfinde es als Kompliment für unsere Arbeit, dass er uns unterstützt", sagt Frank Küster.

Die Idee zu der Bruno-Show hatte Gemeindemitglied Bernd Chladek schon vor vielen Jahren. Er wollte Kultur in den Stadtteil bringen und die Kirchengemeinde auch von einer anderen Seite präsentieren, zeigen, dass dort Leben herrscht. "Mit der Umsetzung habe ich aber gewartet, bis ich in den Vorruhestand gegangen bin, denn mir war klar, wie viel Arbeit dahinter steckt."

Vier Tage sind zahlreiche Helfer immer im Einsatz, damit die Veranstaltung mit bis zu 150 Gästen reibungslos durchgeführt werden kann. Sie kaufen ein und bauen die Stühle, die Bühne und die Technik auf und später wieder ab. Am Vorstellungstag selbst sind mindestens zehn Mitarbeiter nötig. Sie bereiten die Speisen zu, kellnern, kontrollieren den Einlass und kümmern sich um die Technik. "Es ist echt enorm, was die leisten", sagt Küster.

Der Erfolg seiner Show liegt in der Vielseitigkeit und der Möglichkeit, auch bekannte Künstler hautnah zu erleben. Aufgeteilt ist das Programm in drei Blöcke. Zunächst hält Küster einen launigen Rückblick auf die zurückliegenden Wochen und nimmt dabei die größten Aufreger auf komisch-bissige Art witzig und unterhaltsam ins Visier. Im zweiten Teil folgt eine seiner lockeren Kategorien, beispielsweise die Neuinterpretation eines Hits, wobei Küster von den Bruno-Brothers, den Musikern Andreas Hirschmann und Marcel Mader, unterstützt wird. Der Song der "Toten Hosen" wird etwa so kurzer Hand zur Persiflage "Mit Blagen wie diesen war es eine Horrorzeit", ein Jammerlied über die schreckliche Ferienzeit mit den Kindern.

Ein Gastkünstler hat danach Zeit, in fünf bis acht Minuten die Herzen der Zuschauer zu erobern. Der dritte Teil wird schließlich wiederum von einem weiteren Gastkünstler präsentiert, der dann rund 20 Minuten lang Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm zeigt. Begrüßt werden konnte beispielsweise schon Anka Zink, der Obel, das Duo Onkel Fisch, Nils Heinrich und Martin Sierp. "Ich ganz persönlich würde mir auch einmal Sebastian Pufpaff und Torsten Sträter wünschen", sagt Chladek.

Frank Küster würde sich hingegen vor allem weitere 25 Shows wünschen. "Das Publikum ist schlichtweg gut und sorgt immer für eine sagenhafte Stimmung. Da macht es einfach Spaß, auf der Bühne zu stehen."

Bernd Chladek ist da vorsichtiger mit seinen Zukunftsprognosen. "In diesem Jahr gibt es neben der Jubiläumsshow auf alle Fälle noch zwei weitere Veranstaltungen am 11. September und am 4. Dezember. Wie es danach weitergeht, müssen wir sehen." Der Grund für die Zurückhaltung ist der fehlende Nachwuchs bei den Helfern. "Wir werden alle älter und können nicht mehr so viel schwere Dinge schleppen."

Quelle: RP
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