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Unterrath
Es begann auf einem Parkplatz an der Uni

Unterrath. Die Inline-Skaterhockey-Mannschaft des Tus Nord besteht seit 25 Jahren. Einige Akteure des Kaders sind schon seit den Anfängen dabei. Von Falk Janning

Die Liebe zum Sport und zu ihrem Team hält sie zusammen: Seit einem Vierteljahrhundert gibt es die Flyers, die Inline-Skaterhockey-Mannschaft des Tus Nord. Die meisten Akteure des derzeit 25-köpfigen Kaders sind seit vielen Jahren dabei, manche sogar seit den Anfängen. Zweimal sorgten sie mit ihren Aufstiegen in die 2. Liga für Aufsehen, jedes Mal stiegen sie aber sofort wieder ab.

Derzeit spielen sie in der viertklassigen Landesliga, haben sich dort im oberen Tabellendrittel etabliert. "Das ist uns aber bei Weitem nicht genug", sagt Dirk Heiden. Der 46-Jährige war schon zu Zweitligazeiten dabei, trägt seit 24 Jahren das Flyers-Trikot. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen. "Im nächsten Jahr wollen wir aufsteigen und zurück in die Regionalliga", sagt er. "Wir wollten ursprünglich schon dieses Mal Meister werden, aber die Konkurrenz ist einfach zu stark."

Seit den 1980ern gibt es den Sport, der auf Inlineskates und mit Eishockey-Schlägern gespielt wird, in Deutschland - früher hieß er auch Unihockey. "Mit der Hochschule hat das aber überhaupt nichts zu tun", sagt Heiden. Statt einem Puck jagen die Spieler einem orangenen Hartkunststoffball hinterher. Die Keimzelle der Sportart liegt in NRW: "Die Teams der ersten Stunde kamen aus Düsseldorf, Köln, Aachen und Büttgen", sagt Heiden. Die Flyers fanden ihre erste Heimat nach der Gründung 1991 auf dem Uni-Parkplatz, spielten dann an der Bernburger Straße und wechselten ein paar Jahre später schließlich in die Halle an der Eckener Straße in Unterrath, wo sie vom Tus Nord als Abteilung aufgenommen wurden.

Die Truppe um Käpt'n Max Nolte stört ein wenig, dass sie immer noch nur ein Schattendasein fristet, obwohl sie schon ein Vierteljahrhundert zusammenspielt. Zu Beginn gab es auch eine Damen-Mannschaft bei den Flyers, die sich aber schon vor neun Jahren aufgelöst hat. Für das Team spielte mit Petra Schuh damals sogar eine Nationalspielerin. Die Flyers wären gerne etwas bekannter, weil sie keine eigene Nachwuchsabteilung haben und darauf angewiesen sind, dass sich ihnen regelmäßig von anderen Vereinen Spieler anschließen. So hat das Team zwar auch immer wieder junge Spieler - neben anderen derzeit den 18-jährigen Christian Mackelganz - dennoch sind die Flyers im Schnitt immer etwas älter als die Konkurrenz. "Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 30 Jahren", sagt Heiden. Er erinnert sich gern an seine Anfänge. "Ich habe als Kind vor der Haustür auf der Straße gespielt. Da reichten eine Krücke und ein Tennisball." Und so ist es auch bei den meisten seiner Kameraden. Es sind aber ebenso Spieler dabei, die vorher schon für den Nachwuchs der Rams gespielt haben - oder auch Eishockey bei der DEG.

"Das Besondere ist bei uns die gute Atmosphäre", sagt Heiden. "Wir sind eine echte Einheit, bei uns gibt es so gut wie nie Streit." Die Sportart gilt als sehr intensiv, auch weil das Spielfeld kleiner als im Eishockey ist und es daher noch schneller hin und her geht. "Wir sind interessant für jeden, der noch mal spielen möchte und Erfahrung von früher hat", meint Heiden.

Quelle: RP
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