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Unterrath
Klinkebogen fügt sich in das Stadtbild ein

Unterrath: Klinkebogen fügt sich in das Stadtbild ein
Burkhard Hintzsche, Andreas Vondran, OB Thomas Geisel, Helga Leibauer, Stefan Forster und Dirk Mowinski feiern den Bau-Abschluss. FOTO: andreas endermann
Unterrath. Das Neubauprojekt der Wogedo an der Unterrather Straße wurde nun abgeschlossen. 17,5 Millionen Euro wurden in 59 neue Wohnungen investiert. Von Julia Brabeck

Nach zwei Jahren Bauzeit konnte an der Unterrather Straße 27-41 das Neubauprojekt "Klinkebogen" fertiggestellt werden. Damit hat das dortige Quartier ein neues Gesicht erhalten, das aber stark an den Vorgängerbau erinnert. Und das ist durchaus so gewollt. In einem Architektenwettbewerb wurde festgelegt, dass bei der Gestaltung des Neubaus die Elemente des alten Wohnkomplexes aus den 1920er Jahren neu interpretiert werden sollen.

Denn das große geschwungene Backsteingebäude, das stark sanierungsbedürftig war und deshalb abgerissen wurde, galt als prägend für das dortige Stadtbild, seine Treppengiebel wurden immer wieder als städtebauliche und architektonische Besonderheit hervorgehoben. Der Neubau hat deshalb ebenfalls eine geschwungene Fassade mit den typischen roten Klinkern erhalten, und die Stufengiebelform findet sich an beiden Gebäudeseiten wieder. "Das Gebäude soll sich in den Ort einfügen und das Gefühl vermitteln, immer schon da gewesen zu sein", sagt Architekt Stefan Forster. Rund 17,5 Millionen Euro hat die Wogedo, eine der größten Wohnungsgenossenschaften in Düsseldorf, am Standort investiert. Entstanden sind sechs Wohn- und zwei Stadthäuser mit insgesamt 59 Wohnungen mit einem bis fünf Zimmern. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 50 und 130 Quadratmetern.

"Hier ist ein Lebensraum für viele verschiedene Bedürfnisse geschaffen worden", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. Er lobt auch die Höhe der Miete, die bei 9,20 Euro pro Quadratmeter noch unter der Höchstgrenze von 9,85 Euro für preisgedämpftes Wohnen liegt. "Die Wogedo nimmt nur die Miete, die sie benötigt, nicht die, die am Markt erzielt werden könnte", sagt Andreas Vondran, Wogedo-Vorstand. An Wohnungen Interessierte kommen allerdings zu spät. Alle Wohnungen im Klinkebogen, zu dem auch eine Tiefgarage mit 61 Stellplätzen gehört, sind bereits vermietet. Die ersten neuen Bewohner werden am Freitag ihre Schlüssel erhalten.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten soll endlich ein viele Jahre altes Anliegen der Bezirksvertretung 6 und der Unterrather Bürger in Angriff genommen werden. So kann nun die Unterrather Straße im Bereich der ehemaligen Gaststätte Klinke saniert werden. In der Straße, die dort eine Sackgasse ist, liegen noch alte Straßenbahngleise, die schon lange nicht mehr genutzt werden und die besonders für Fahrradfahrer und Menschen mit Rollatoren eine Gefährdung darstellen. Zudem wurde das Pflaster der Straße immer wieder nur notdürftig repariert und bildet inzwischen einen Flickenteppich. Auch die Parkplätze sind dort teilweise ungeordnet.

Die Sanierung war bislang verschoben worden, weil rund um die Klinke neue Kanäle verlegt werden mussten und schwere Baufahrzeuge beim Bau des Klinkebogens im Einsatz waren, die womöglich das neue Pflaster beschädigt hätten. Jetzt sind alle Arbeiten abgeschlossen, und die Herrichtung der Straße kann beginnen. Damit das möglichst schnell passiert, hat die CDU in der BV 6 eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, um zu erfahren, wann die Arbeiten starten und welche Kosten damit verbunden sind.

Der angrenzende Platz vor der historischen Gaststätte "Klinke" wurde bereits 2008 für rund 600.000 Euro aufwendig saniert. Die unter Denkmalschutz stehende Gaststätte wurde 1784 erbaut und war lange ein zentraler Treffpunkt. Neun Jahren stand sie leer, bis im vergangenen Jahr ein Architekt das Gebäude erwarb und dort ein Architekturbüro eröffnete.

Quelle: RP
 
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