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Urdenbach
150 Kobi-Schüler machen sauber

Urdenbach: 150 Kobi-Schüler machen sauber
In orangefarbenen Westen ging es gestern für Schüler und Lehrer zum Müllsammeln. Der "Goldene Besen" der Stadt war aber nur Dekoration. FOTO: Anne Orthen
Urdenbach. Seit 1999 beteiligt sich das Gymnasium Koblenzer Straße beim "Dreck-weg-Tag". Für ihr Engagement im Umweltschutz hat die Schule zum zweiten Mal den Goldenen Besen der Stadt Düsseldorf und ein Preisgeld von 400 Euro erhalten. Von Simona Meier

Immer im März steht der "Dreck-weg-Tag" auf dem Programm. Am Gymnasium Koblenzer Straße hat das seit 1999 Tradition. Irmgard Vis, Lehrerin für Biologie und Chemie, ist von Anfang an dabei. "Ich sehe weiterhin mit Besorgnis, dass die Welt voll Plastik ist", sagt sie. Auch diesmal begleitet sie die jungen Schüler Richtung Corelli-Viertel, denn rund um die Schule und in der näheren Umgebung wird saubergemacht.

Alle Helfer streifen zügig ihre Handschuhe über, ziehen die leuchtend orangefarbenen Westen an und greifen sich einen Müllsack. Rayan aus Klasse fünf hat schon Erfahrung mit dem "Dreck-weg-Tag": "Ich habe das schon mal in der Grundschule gemacht. Eine gute Sache ist das", sagt er. Für Mia ist klar: Ich finde das blöd, wenn jeder was wegschmeißt".

Und das passiert häufig. Rund um das Schulgelände und in den benachbarten Straßen werden die Schülergruppen, die die Lehrer begleiten, schnell fündig. "Hier sind so viele Glasscherben", sagt ein Junge. Schon vorher hatten die Mädchen und Jungen darüber diskutiert, dass die Umweltverschmutzung auch den Tieren Schaden zufügt.

Für ihr langjähriges Engagement hat die Schule in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nach 2001 den Goldenen Besen gewonnen. Verliehen von der Stadt Düsseldorf und dem Verein Pro Düsseldorf, der den Dreck-weg-Tag ins Leben rief. Schulleiter Peter Labouvie hat den Preis vergangene Woche entgegengenommen: "Diese Aktion ist etabliert an unserer Schule. Alle wissen, wir sind mit von der Partie", sagt er. Mehr Sauberkeit rund um die Schule, im Stadtteil Urdenbach und auch vor der jeweils eigenen Haustür, das ist das Ziel. Thematisiert wird der Umweltschutz im Unterricht. So gibt es ein "Greenteam", das sich um die Mülltrennung und entsprechende Entsorgung auf dem Recyclinghof kümmert. Darüber hinaus bestehen eine Kooperation mit der "Biologischen Station" sowie eine AG, die das schuleigene Biotop pflegt. Seit dem Jahr 2011 initiieren die Lehrer und Schüler zusätzlich zu der Teilnahme am "Dreck-weg-Tag" Projekte, wie "Da spuren wir - feiern ohne Spuren", die sich konkret mit dem Umweltschutz im Alltag der Schüler befassen.

Für Lehrerin Myriam Zimmer fängt es schon bei den Arbeitsmaterialien in der Schule an: "Wir achten auf die Anzahl von Kopien und Arbeitsblättern", sagt sie. Erziehung zum Umweltschutz sei nicht verzichtbar, ist Irmgard Vis auch nach fast 20 Jahren Engagement beim Dreck-weg-Tag noch überzeugt. Gerade die jungen Schüler kämen noch mit Butterbrotdosen und befüllbaren Flschen, später sei das dann nicht mehr angesagt. Die diesjährige Sammelaktion zeigt eindrücklich, wie viel Dreck überall rumliegt. Schon nach zehn Minuten sind die ersten Tüten gut gefüllt. Jeder der auf den Boden schaut, wird selbstverständlich fündig.

Quelle: RP
 
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