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Urdenbach.
300 Grundschüler proben im Zirkus Urdello

Urdenbach.. 302 Urdenbacher Kinder proben für die großen Auftritte am Freitag und Samstag. Von Simona Meier

Das blau-rot gestreifte Zirkuszelt auf dem Schulhof ist nicht zu übersehen. Mit etwas Lampenfieber nehmen die kleinen Akteure in der Manege Platz. Alexander Koplin vom "Zirkus ohne Grenzen" erklärt der Gruppe der Fakire den richtigen Umgang mit Feuer. Die "Feuerprobe" - mit der Fackel über die offene Handfläche streichen - meistern fast alle. Leonie ist die Erste: "Am Anfang hatte ich etwas Angst", sagt sie. Mia ist stolz, dass sie so mutig war: "Wichtig ist, die Flamme nicht über den Kopf zu halten", sagt sie. Zuvor war ihre Gruppe bereits über Scherben gelaufen.

Eine Woche lang proben die 302 Schüler für ihren großen Auftritt. "Es geht dabei nicht um Einzelleistungen. Wichtig ist, dass sich alle Kinder dem Publikum präsentieren können", erklärt Zirkusprofi Koplin. Der Auftritt vor über 300 Menschen im Zirkuszelt sei ein unvergessliches Erlebnis. Am Freitag und Samstag ist es soweit.

Eine Kostprobe bekommen die ersten Gruppen schon am zweiten Tag des Zirkuscamps. Der Auftritt der Clowns mit ihrem Lied vom "Rollmops und Hering" begeistert die Mitschüler. Damit Lehrer und Eltern, die als Trainer in der Zirkuswoche agieren, wissen, wie sich so ein Auftritt anfühlt, mussten sie am ersten Tag eine Aufführung für die Grundschüler präsentieren.

Rektorin Doris Kissmann war in der Gruppe der Akrobaten: "Wir haben zum Beispiel Pyramiden gebaut", sagt sie. Die Projektwoche, die von Sponsoren unterstützt wird und durch das Engagement von Eltern und des Fördervereins zustande kam, wurde zwei Jahre lang vorbereitet. "Wir arbeiten klassenübergreifend in den Gruppen", erklärt die Rektorin. Gemeinsam haben Eltern, Lehrer und das Zirkusteam auch das große Zelt aufgebaut. Louise hat sich für den Seiltanz entschieden: "Es ist sehr schwierig, auf dem Seil zu liegen", beschreibt sie eine Balance-Übung. Lehrerin Jana Saborowski erklärt, dass Übung den Meister macht. "Auch Vertrauen ist notwendig, wenn wir gemeinsam trainieren", sagt sie.

Alexander Koplin erinnert seine fleißigen Zirkusschüler daran, genug Proviant für den Trainingstag mitzubringen, weil Zirkustraining hungrig und durstig macht. "Vergesst auch bitte nicht das Lächeln" sagt er. Das muss er nicht zweimal sagen. Die Jungen und Mädchen strahlen übers ganze Gesicht. "Ich mache in der Zaubergruppe mit und habe heute einen Clownpuppe verschwinden lassen", erklärt Julian. Ein Zirkusprojekt lasse viele Kinder über ihre Grenzen gehen, stellen die Profis vom Team des "Zirkus ohne Grenzen" fest.

Ihr Können präsentieren die Schüler bei Aufführungen am Freitag und Samstag. "Für Freitag gibt es noch Karten", sagt Rektorin Doris Kissmann. Sie können im Sekretariat der Schule bestellt werden.

Die Vorstellungen finden am Freitag um 10 Uhr und 16 Uhr und am Samstag um 10 Uhr und 14 Uhr statt. Kinder zahlen vier Euro und Erwachsene acht Euro Eintritt. Kontakt unter Telefon 9963943

Quelle: RP
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