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Urdenbach
Der Hoppeditz erwachte jetzt auch in Urdenbach

Urdenbach. Einige Tage nach dem "Elften im Elften" erwachte auch in Urdenbach der Hoppeditz aus seinem Sommerschlaf und eröffnete mit lautstarkem Helau die jecke Zeit im "Dorf mit Herz". Die KG Müllejecke hatte dazu ins "Wohnzimmer" der Gaststätte "Alt Urdenbach" eingeladen, wo DJ Willi stets zur rechten Zeit die richtige Scheibe auflegte.

Wie in den vergangenen vier Jahren trug auch diesmal Gisela Berner die Rede des Hoppeditz' vor. "Nit weil mer in Odebach kinn Männer mieh hann, oder de Fräukes de Quote erfölle mösse", fand sie lachend und nahm dabei Alltägliches aus dem "paradiesischen" Vereinsleben auf´s Korn.

Eröffnet aber war zuvor der Abend mit dem Einmarsch der bunt kostümierten Mülle-Musikanten, der traditionsgemäß vom Vorsitzenden Horst Gatzen mit "dr decke Zing" angeführt wurde. "Für uns ein seit Jahren nicht mehr weg zu denkender Beitrag aller Mitglieder, den wir immer mit viel Spaß vorher einüben", fand der Ober-Müllejeck.

Dass in Urdenbach Sommer- und Winterbrauchtum eng zusammen arbeiten, bewies Schützenchef Jörg Haack, der seit zehn Jahren die Moderation der Müllejecke-Veranstaltungen übernimmt und als erste die TSV Amazonen-Tänzerinnen aus Garath aufrief, die für ihren flotten Auftritt sehr viel Beifall und die erste Rakete des Abends erhielten.

Begeistert zeigten sich die Jecken von der zehnjährigen Johanna Oxenfort und dem neunjährigen Lea Hulicius (9), die als unbekümmert auftretendes Gesangsduo "Jojo & Lea" von Pänz in de Bütt groß rauskamen."Besser ´ne Koffer in Berlin als de Führerschein in Flensburg" so stellte sich der "Mann met dem Koffer" (Dirk Westmeier) mit Beginn seiner Rede vor. Höhepunkt des Abends aber war der charmant-professionelle Auftritt der Kakaju-Tanzgarde.

Unter Leitung von Ursula Gierling boten sie den Tanz "Die zauberhafte Puppenfabrik". Sie wurden dafür mit dem großen Hausorden belohnt und durften erst nach einer Zugabe die Bühne des Saales wieder verlassen. Und dann kam der Baas der Düsseldorfer Mostertpöttches, Winfried Ketzer. Als "Hausmeister von nebenan" zog er alle Strippen rheinischen Humors und wurde ebenfalls mit einem Orden und langanhaltendem Beifall für seinen Vortrag belohnt.

Als stimmungsvoller Schlusspunkt wurden dann "De Ritter von de Ritterstroß" angesagt, die dafür sorgten, dass auch diesmal wieder in Urdenbach bis weit nach Mitternacht gefeiert, getanzt, gesungen und geschunkelt wurde.

(lers)
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