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Urdenbach
Fabian Helfer ist Bundesliga-Torwart

Urdenbach. Fußball: Weltmeister Neuer und Confed-Cup-Sieger Ter Stegen sind die Vorbilder des 16-jährigen Urdenbachers von der SG Unterrath. Von Helmut Senf

Erst 16 Jahre alt - und schon ein Bundesliga-Akteur. Für den Urdenbacher Fabian Helfer ist ein erstes Stück vom großen Fußball-Traum bereits Wirklichkeit geworden. Zukünftig, sprich ab der Saison 2017/18, misst er als Torhüter im B-Juniorenteam der SG Unterrath nach deren sensationellem Aufstiegserfolg in der Nachwuchs-Eliteklasse mit namhafter Konkurrenz wie Borussia Dortmund, FC Schalke 04 oder TSV Bayer Leverkusen die Kräfte. "Unser Saisonziel ist der Klassenerhalt", gibt sich Fabian mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen realistisch.

Seit 2006, im Jahr des "Sommermärchens" also, als ganz Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft als Gastgeber geradezu in Ekstase erlebte, hat die Lust am Kicken auch Fabian gepackt. Der damals Fünfjährige schloss sich den Bambini beim TSV Urdenbach an. Zunächst als Feldspieler, weil er, wie alle Fußball-begeisterten Kids, Tore schießen wollte. "Als wir in einem Spiel zur Halbzeit mal 0:7 hinten lagen, da bin ich freiwillig ins Tor gegangen", erinnert sich Fabian an den Rollentausch.

Seine Torwart-gemäße Körpergröße von inzwischen stattlichen 1,90 Metern ist ihm auf seiner neuen Position stets zugutegekommen. Hohe Bälle parieren gehört zu seinen Stärken. Nach sechs Jugendjahren beim TSV unter den Trainern André Hammes, Marek Grolik und Michael Gonzales folgte ein Wechsel zum VfB Hilden, wo Fabian auch Einsätze in der DFB-Kreisauswahl hatte und mit dem Hildener Nachwuchs 2015 am Aufstieg in die Niederrheinliga beteiligt war. Coach Oliver Moll ernannte Fabian gar zum Spielführer. Seit 2016 spielt er für die SG in Unterrath, in deren Talentschmiede sich einst auch Neu-Nationalspieler Amin Younes entwickelte. Bei einem Trainingsbesuch des Linksaußen von Ajax Amsterdam in Unterrath kam es sogar zu einem Ballkontakt. Younes prüfte Fabians Abwehrstärke bei Probeschüssen schon mal auf internationalem Niveau.

"Als Torhüter muss man Ruhe ausstrahlen", weiß Fabian. In der Kabine ist er auch schon mal zu Späßen aufgelegt. Sein Vorbild ist Nationalkeeper und Welttorhüter Manuel Neuer. Auch Confedcup-Sieger Marc-André Terstegen gehört seine Bewunderung. Der Alltag ist vom Fußball maßgeblich geprägt. Vier- bis fünfmal pro Woche steht allein Training in Unterrath an, am Wochenende sind Pflichtspiele. Die Familie zieht voll mit. Papa Michael und Fabians großer Bruder Florian teilen sich den Fahrdienst. Felina, die elfjährige Schwester, die beim Hellerhofer SV Hockey spielt, drückt Fabian, so oft es geht, als Zuschauerin die Daumen. Und Mama Astrid ist für die Behandlung von Blessuren zuständig. Fürs Hobby Kino bleibt Fabian kaum noch Zeit.

Doch denkt der junge Mann auch weiter. "Plan B ist wichtig", betont Fabian, wenn das Gespräch auf seine Zukunft kommt. An der Lore-Lorentz-Schule will er das Abitur schaffen und ein Wirtschafts-Studium anschließen. Plan A, der Traum von einer Profi-Karriere, wird aber auch verfolgt. Scouts des 1. FC Köln haben ihn längst beobachtet. Und nun nimmt Fabian beim Bundesligisten einmal monatlich am Torhütertraining teil. "Die Konkurrenz ist groß", weiß Fabian - nicht ohne optimistisch hinzuzufügen: "Ich glaube, dass ich es schaffe..."

Quelle: RP
 
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