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Urdenbach
Firmung als Vollendung der Taufe

Urdenbach. Junge Katholiken bekräftigen ihren Glauben durch eine Firmungsfeier. Weihbischof Schwaderlapp spendete gestern auch in der Herz-Jesu-Kirche 35 Gemeindemitgliedern dieses Sakrament, darunter Julia Machwitz und Pius Halder. Von Ilka Kultscher

Ein letztes Mal trafen sich Dienstagabend die Firmlinge in der Kirche Herz Jesu. Eigentlich fühlten sie sich für ihren großen Tag gut vorbereitet. Jetzt sollte trotzdem noch einmal die Chronologie der kommenden Feier besprochen werden.

Genau 24 Stunden später war es dann so weit. Kurz vor 18 Uhr versammelten sie sich mit Familie und ihren Paten in dem Urdenbacher Gotteshaus. Als Höhepunkt der Feier erhielten sie vom für Düsseldorf zuständigen Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp als Besiegelung ihres Glaubens das Kreuz aus geweihtem Öl auf der Stirn.

"Die Firmung bestätigt die Taufe", erklärt Kaplan Matthäus Hilus, der einige der Firmlinge betreut. Und es sind nicht wenige junge Katholiken, die sich noch einmal zu Glauben und Kirche durch diesen feierlichen Akt bekennen möchten. Wir hatten diesmal 120 ehemalige Kommunionskinder angeschrieben", berichtet Hilus. Davon sind dann 31 Jugendliche zur Firmungsgruppe gekommen. Außerdem nahmen noch ein weiterer Jugendlicher und drei Erwachsene an der Vorbereitung auf die Firmung teil. Seit November trafen sie sich dafür einmal die Woche.

Pius Halder und Julia Wachwitz (beide 15 Jahre) sind zwei von ihnen. Pius ist regelmäßiger Kirchgänger und wollte sich noch einmal zu seinem Glauben bekennen. "Nach der Kommunion kam ja lange Zeit nichts", versucht er seinen Entschluss, sich firmen zu lassen, zu erklären. Julia sieht das ähnlich. Außerdem ist es in ihrer Familie üblich, sich in dieser Form noch einmal zum Glauben zu bekennen. "Die Firmung gehört für mich dazu. Das ist ja die Vollendung der Taufe", erklärt die Jugendliche, die als Messdienerin einen engen Kontakt zu ihrer Kirche pflegt. Die halbjährige Vorbereitung auf den gestrigen großen Tag beurteilen beide Firmlinge sehr positiv. "Es war sehr schön", meint Julia Wachwitz. "Es hatte nichts mit Unterricht zu tun. In unserer Firmungs-Gruppe haben wir in ganz lockerer Atmosphäre über Glaubensfragen gesprochen", bekräftigt Pius Halder. In guter Erinnerung werden sie beide auch Ausflüge wie den zu einer Bibel-Veranstaltung in den Kölner Dom behalten. Für der Firmungs-Feier hatte sich Pius die Mutter seines besten Freundes als Patin ausgesucht. Julia stand ihre ältere Cousine zur Seite. Beide feierten dann anschließend mit ihren Patinnen und der Familie zu Hause.

Quelle: RP
 
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