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Urdenbach
Frank Kober legt Wert auf Disziplin

Urdenbach. Mit seiner Erfahrung als Ex-Oberliga-Akteur bei Schwarz Weiß Essen und Ratingen 04/19 will der neue Trainer dem TSV Urdenbach in der neu geschaffenen eingleisigen Kreisliga A eine Zukunft geben. Von Helmut Senf

Frank Kober ist zurück in Urdenbach. Als Nachfolger von Trainer Frank Lippold hat es den 44-Jährigen erneut zum TSV verschlagen, wo er bereits vor neun Jahren als Spieler kurzfristig und aushilfsweise, wie er es nennt, im Einsatz war.

"Es ist schön, dass sich der eine oder andere noch an mich erinnert", beschreibt Kober seine Gefühle beim ersten Wiedersehen. Dem Heimkehrer steht die anspruchsvolle Aufgabe bevor, in die Fußstapfen keines Geringeren als dem TSV-Urgestein Lippold zu treten und zugleich dem Seniorenteam in der neu geschaffenen eingleisigen Kreisliga A eine Zukunft zu

geben.

Bewältigen will Kober die Herkuless-Aufgabe mit seiner Erfahrung als Ex-Oberliga-Akteur bei Schwarz Weiß Essen und Ratingen 04/19, wo er im offensiven Mittelfeld mit der Rückennummer zehn, seiner Glückszahl, die Rolle des Spielmachers bekleidete.

An seiner Seite steht mit Toni Floridia ein Co-Trainer, der mit Kober schon in dessen Zeit beim BV 04 als Spieler und Trainer ein eingespieltes Gespann bildete. Beim TSV will der neue Übungsleiter das bewährte "Urdenbacher Personalprinzip" fortsetzen, nämlich die erste Mannschaft zumeist mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zu bestücken. "Qualität ist vorhanden", behauptet Kober mit Blick auf den vorhandenen Kader.

"Zwei gute Torhüter" hat Kober ausgemacht und Eine stabile Vierer-Abwehrkette. Im traditionell eher lückenhaften Mittelfeld soll die Formation zukünftig mehr Präsenz zeigen. Offen ist dabei die Frage, wer dort den Spielaufbau in die Hand nehmen wird. Kober: "Ich werde vielleicht meine Kontakte nutzen müssen", sagt er. Und damit wird er das Urdenbacher Personalprinzip ein wenig aufweichen. Wert legt Kober, dessen Bruder Uwe unter Trainer Willibert Kremer Profikicker beim MSV Duisburg war, auf eine möglichst professionelle Einstellung bei seinen Amateuren. Sprich: Disziplin und Einstellung stehen ganz oben auf der Liste der Trainererwartungen.

Beinahe wäre auch Frank Kober, der seit 24 Jahren als Angestellter in Diensten der Gewerkschaft der Polizei steht, Fußballprofi geworden. Ein Angebot vom damaligen Regionalligisten FC Remscheid lockte. Doch die zwingend notwendige Aufgabe seiner Tätigkeit bei der Polizeigewerkschaft schien ihm zu riskant.

So blieb er Amateur, mit dem Herzen ganz beim Fußball. Von den Barca-Größen Messi und Iniesta behauptet der eingefleischte Barca-Fan: "Das sind für mich richtige Fußballer!" Also Fußballer, die im weitgehend finanziell völlig überdrehten Fußballgeschäft "ihr Geld auch wert sind".

Kobers sechsjährige Tochter Lara hat bei den Urdenbacher Bambini mit dem Kicken begonnen. Schwester Anna-Lena, neun Jahre alt, steht nicht auf Fußball. Zusammen mit den beiden Töchtern, Freundin Katja und deren Sohn Gabriel genießt der neue TSV-Coach seine Freizeit. Zum Freizeitgenuss gehört nicht selten das Grillen. Kober, mit Grillkurs-Zertifikat ausgestattet, steht auf Steaks vom Holzkohlegrill. Sein Expertenurteil: "Man schmeckt den Unterschied."

Quelle: RP
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