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Urdenbach
Geschäftsstelle in der Schule geplant

Urdenbach. Der ABVU - größter Heimatverein im Düsseldorfer Süden - möchte Räume im Haus an der Angerstraße nutzen. Doch idie Schäden in den Räumen der ehemaligen Schule sind größer als erwartet. Von Birgit Wanninger

Keine Frage, sie ist in die Jahre gekommen: die alte Urdenbacher Schule. Doch für den Allgemeinen Bürgerverein Urdenbach (ABVU könnte endlich ein lang ersehnter Wunsch wahr werden: eigene Räume für eine Geschäftsstelle und ein Archiv. Denn zum Bedauern von Arnold Sevenich, Vorsitzender des ABVU, hat sein Verein immer noch keine Räumlichkeiten für eine Geschäftsstelle samt Archiv - und dies, obwohl der ABVU der größte Heimatverein im Düsseldorfer Süden ist, mit mehr als 1000 Mitgliedern.

Das Gebäude. mit dem der ABVU liebäugelt, wird als Schule schon lange nicht mehr genutzt. Zuletzt war es unter anderem das Atelier des Künstlers Ghazi Al-Delaimi. Bis zu seinem Tod im April 2009 arbeitete er im Haus an der Angerstraße. Zwar wohnte seine Witwe noch einige Zeit dort; doch seit ein paar Jahren steht das städtische Gebäude leer. Lediglich im unteren Bereich ist die Kunstschule Krea untergebracht.

Schon vor mehr als zwei Jahren hat der ABVU mit dem Amt für Gebäudemanagement über seine Ideen gesprochen. Es gab erste Verhandlungen, dann war das Wohnungsamt nicht mehr zuständig, sondern die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD).

Und jetzt gab es zum ersten Mal einen Ortstermin. Die SWD hatte ABVU-Vorsitzenden Arnold Sevenich den Schlüssel zur Verfügung gestellt. Und sowohl Sevenich, als auch sein Vize Torsten Winter waren mehr als überrascht über den Zustand des Gebäudes. Die Räumlichkeiten befinden sich in der ersten Etage und das Treppenhaus ist fast zugebaut mit Kartons und Kisten der Malschule.

Bei dem Termin ging es unter anderen darum, die Leitungen zu überprüfen. Denn die rund 70 Quadratmeter, die früher ein ehemaliges Klassenzimmer waren sowie ein langer schmaler Raum und eine Toilette, stehen schon lange Zeit leer. Die einzelnen Zähler für Wasser und Strom müssten ebenso auf den neuen Stand gebracht werden wie die Heizung.

Und auch die leeren Räume haben so einige Überraschungen. In dem kleineren der beiden Zimmer ist in der Ecke der Boden völlig zerstört. Es gibt Risse an der Decke. "Den Boden mal eben mit PVC abdecken, das geht überhaupt nicht", merkt Winter an. Und Sevenich ergänzt: "Mal eben drüber streichen auch nicht."

Doch da der Verein zahlreiche Mitglieder hat, die handwerklich begabt sind, hoffen der Vorsitzende und sein Stellvertreter auf Unterstützung. Doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hatten, ist es nämlich nicht. Auch die Toiletten müssen komplett renoviert werden, Waschbecken und WC durch neue ersetzt werden.

Da müssen schon mehrere tausend Euro investiert werden, hat ein Fachmann bei einer weiteren Ortsbesichtigung den Vorstandsmitgliedern erklärt. Eine solch hohe Summe muss der ABVU-Vorstand erst einmal verdauen. Doch Sevenich und Winter sind zuversichtlich. "Es gibt gute Aussichten, die Räume zu einem akzeptablen Preis mieten zu können", sagt Sevenich, aber die Renovierung müsse durch den ABVU erfolgen.

Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben. Denn es gibt noch einen Wermutstropfen. Die Mietdauer ist zunächst auf drei Jahr oder fünf Jahre beschränkt. Ob sich dann der große Renovierungsaufwand, mit dem Sevenich nicht gerechnet hat, lohnt, muss jetzt im Vorstand erneut beraten werden.

Quelle: RP
 
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