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Urdenbach
Jubiläumskonzert am Weihnachtstag

Urdenbach: Jubiläumskonzert am Weihnachtstag
Franz Lamprecht dirigiert am 26. Dezember wieder sowohl sein Philharmonisches Orchester aus Siebenbürgen als auch seine drei Chöre, den Kammerchor, den Chor der Landesregierung und den Oratorien-Chor-Hilden. FOTO: Foto Claus Langer
Urdenbach. Der Urdenbacher Kammerchor ist in diesem Jahr 30 geworden. Durch den Vorstandswechsel wurde das nicht extra gefeiert. Das Konzert der Klassik Konzert Gesellschaft in der Tonhalle am 26. Dezember ist dem Chor gewidmet. Von Andrea Röhrig

Im März gab es den großen Umbruch beim Urdenbacher Kammerchor. Der gesamte Vorstand um seinen Vorsitzenden Egon Seitz wollte nach 30 Jahren kürzer treten und legte die Nachfolge in jüngere Hände. Verständlich, dass das neue Team das Jahr über so viel zu tun hatte, dass das 30-jährige Bestehen nur intern gewürdigt wurde. "Wir haben ja das Jubiläum zum 25-Jährigen groß gefeiert", sagt Gert Junkers, der im Frühjahr den Vorsitz übernommen hat.

Mit einem Augenzwinkern ergänzt er jedoch, dass das mit den jüngeren Händen in seinem Fall ja nicht so ganz stimme. Immerhin sei er auch schon 66. Aber es traf sich gut, dass Junkers im Frühjahr in Rente gegangen ist und somit nun Zeit hat, sich um den Chor zu kümmern. Einzig seine Stellvertreterin Margarita Braun war schon im alten Vorstand aktiv. Doch alle ehemaligen Vorstandsmitglieder sind dem Chor erhalten geblieben. "Wir können jeden von ihnen jederzeit fragen, wenn wir etwas nicht wissen", berichtet Schriftführerin Brigitte Winat.

Anders als bei anderen Chöre macht sich der Sängerschwund bei den Urdenbachern noch nicht so stark bemerkbar. Aktuell sind es 65 Mitglieder, davon 15 Männer. Weitere Mit-Sänger und Mit-Sängerinnen sind herzlich willkommen. Der Chor probt mittwochs von 19.45 bis 21.30 Uhr im Haus Schlosspark. Das jüngste Mitglied ist Gert Junkers Tochter Svenja. Die 28-Jährige ist erst im Juli zum Chor gestoßen. Kaum verwunderlich, singt doch auch ihre Mutter Ellen im Kammerchor. Ihre Kinder konnte Schriftführerin Brigitte Winat noch nicht überzeugen, einzutreten. Aber die Jüngste liebe die Musik, die der Chor mache, erzählt sie. Und da sind jede Menge anspruchsvolle Werke dabei. Am 17. November sang der Kammerchor gemeinsam mit dem Chor der Landesregierung und dem Oratorien-Chor Hilden das Requiem von Brahms im Nevigeser Mariendom. Alle drei Chöre werden geleitet von Franz Lamprecht und singen gemeinsam die drei großen Konzerte, die die "Klassik Konzert Gesellschaft" (KKG) um Lamprecht ausrichtet. Ihr Chorleiter führe ein strenges Regiment, er fordere seine Sänger und kitzele ihren Ehrgeiz heraus, berichtet Winat und Junkers ergänzt: "Er hört alles."

"Singen ist für mich wie Koffein, es belebt die Sinne", erklärt die Schriftführerin, was Singen für sie bedeutet. Ihre Liebe zur Chormusik kommt nicht von ungefähr. Schon ihr Vater war im Urdenbacher Kammerchor. Musik war bei ihr zu Hause allgegenwärtig. Als dann noch ihr Mann vor zehn Jahren in den Kammerchor eintrat, wurde Winat zappelig.

Als die KKG Händels Messias aufführte und sowohl ihr Vater als auch ihr Mann mitsangen, habe sie im Zuschauerraum gesessen und den glühenden Wunsch gehabt, mit auf der Bühne zu stehen und die Stimme zu erheben. Kurz darauf trat sie in den Chor ein. Zuvor hatte sie ein Gastspiel bei einem Projektchor in Hassels mit Kantor Johannes Koop. "Inzwischen gibt es so viele Projektchöre, weil sich die Sänger nicht mehr lange binden wollen", berichtet Winat. Doch ihr gefällt genau diese Form der Bindung und Kontinuität. Einmal im Jahr zieht es die Chormitglieder mit Partner und Freunden auf große Fahrt. Diese Reisen organisiert immer noch Egon Reitz.

Sein Jubiläumsjahr beendet der Kammerchor mit seinem traditionellen "Festlichem Konzert" am 2. Weihnachtstag in der Tonhalle. Auch hier singen wieder der Oratorien-Chor Hilden und der Chor der Landesregierung mit. Es spielt das Philharmonische Orchester Tirgu Mures. Die Leitung und Moderation übernimmt Franz Lamprecht. Den Solopart Klarinette spielt Kristina Marzi. Junkers und Winat sind sich einig, dass das ein gelungener Abschluss eines eher in Stille verlaufenen Jubiläumsjahres werden wird.

Quelle: RP
 
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