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Urdenbach
Mit Abraham fing alles an . . .

Urdenbach. 30 Kinder führten unter der Leitung von Kantor Jörg-Steffen Wickleder das Musical mit biblischem Thema auf. Von Horst Schaumann

Aufgeregtes Geplapper der kleinen Zuhörer verstummt allmählich, als die Jalousien den Sonnenschein langsam ausblenden: Der Saal des evangelischen Gemeindehauses wird zum Theater.

Ein Glöckchen erklingt, und hinter einer Leinwand baut sich der Bühne ein Chor von über 30 Kindern auf. Jörg-Steffen Wickleder, Kantor an der Evangelischen Kirche, kann stolz sein, denn drei Gruppen singender Kinder hat er zu einem Gemeinschaftsprojekt motivieren können, um ein Kindermusical von Ruthild Wilson aufzuführen.

Mit Musik wird die Geschichte von Abraham und seiner Frau Sara erzählt, die aus dem heutigen syrisch-türkischen Grenzgebiet aufbrechen, um mit ihren Herden ins gelobte Land zu wandern. Erzählt wird aber auch vom Streit mit Lot, der sich schließlich in Sodom niederlässt, während Abraham Hebron zu seiner neuen Heimat macht. Wichtigstes Thema aber ist der Kinderwunsch von Abraham und Sara, der sich erst im hohen Alter mit Gottes Hilfe erfüllt.

"Hört, hört von Abraham, mit Abraham fing alles an" singt der Chor zur schmissigen Musik von Jörg-Steffen Wickleder (Keyboard) und Udo Hasenbein (Gitarre). Man merkt nicht, dass sich der Chor aus dem Kinderchor der Evangelischen Gemeinde, Kindern der Klasse 3c der GGS und solchen der Musikalisch-Kreativen AG der OGS Urdenbach zusammensetzt. Wickleder hat mit viel Einsatz in zahlreichen Proben einen einheitlichen Klang geschaffen.

Kontaktlehrerin Vera Beßeling hat es übernommen, die Geschichte bis zum glücklichen Ende zu erzählen, in die die musikalischen Nummern eingebettet sind. Gut gedacht sind die Bühnenbildeffekte von Maria Wickleder, die ausgewählte Landkarten und Bilder zur Handlung über dem Chor in den Vorhang projiziert.

Besonders erstaunlich sind die Leistungen der Solisten, allen voran Maya Herbold als Sara und David Chestnut als Abraham. "Ich habe einen Traum" singen sie im Duett, "wenn Gott ruft, dann werden Wunder wahr". Gut gestaltet sind auch die Rollen der Magd Hagar durch Annika Ollig und von Abrahams Neffen Lot durch Konrad Nesselrode.

Geschickt hat Jörg-Steffen Wickleder bei seiner Regie jedem der Kinder eine Solo-Rolle übertragen. Mal sind sie Knechte, mal Hirten oder Engel und mal Tiere der Wüste. Immer singen sie in ihren farbenfrohen Kostümen (Alexandra Kistner) selbstsicher ihre Texte in den Saal. Mit großer Freude wird gesungen, weil die Melodien und Rhythmen mitreißend sind. Am Ende gabs viel Applaus für alle Beteiligten.

Quelle: RP
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