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Urdenbach
Natur, Kunst und Lyrik in der Urdenbacher Kämpe

Urdenbach. Sichtlich zufrieden ist Barbara Witsch-Winter, Vorsitzende des Benrather Kulturkreises, mit der guten Resonanz auf die Auenwanderung mit Kunst und Lyrik, zu der der Verein am Wochenende eingeladen hatte. Sicherlich ist die Urdenbacher Kämpe zwischen Altrheinarm und heutigem Flussverlauf für die meisten der über 30 teilnehmenden Kulturwanderer kein unbekanntes Terrain. Aber das besondere Führungskonzept von Monika Lageschaar, einer ausgebildeten Auenerlebnisbegleiterin, und nicht zuletzt das spätherbstliche Bilderbuchwetter üben dann doch eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Von Bernd Schuknecht

Die hauptberufliche Flugbegleiterin überrascht ihre Zuhörer nicht nur mit fundierten Kenntnissen über die Pflanzen- und Tierwelt des 400 Hektar großen Flora-Fauna-Habitat-Areals, das unter besonderen EU-Naturschutzbestimmungen steht. Vielmehr umrahmt sie das Naturerleben zusätzlich mit Gedichten passend zur Jahreszeit sowie mit zahlreichen Abbildungen. Sie zeigen Werke von Malern der Düsseldorfer Malerschule wie Heinrich Nauen, Theodor Hagen oder Olof Jernberg. Alle Maler hatten sich in der Zeit ihres Schaffens mit den typischen Merkmalen und Stimmungen der Niederrheinlandschaft künstlerisch intensiv auseinandergesetzt.

Sanftes Blätterrascheln in den Baumwipfeln, das einige Teilnehmer augenzwinkernd als Zustimmung deuten, begleitet Lageschaars Vortrag des Goethe-Gedichts "Lebet wohl geliebte Bäume". Goethe widmete sich auch als Naturwissenschaftler der Flora von Auenlandschaften und verzweifelte unter anderem an der Artenvielfalt der Weide - es gibt rund 500. Ein "lotterhaftes Geschlecht" soll der Geheimrat den knorrigen Baum genannt haben.

Sein Angebot von Kulturwanderungen will der Benrather Kulturkreis auf jeden Fall fortsetzen. "In Planung sind da noch eine Wanderung durch Zons sowie über den jüdischen Friedhof in Garath, allerdings stehen die Termine noch nicht fest", sagt Barbara Witsch-Winter.

Quelle: RP
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