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Urdenbach
"Niederheinligist, das hört sich gut an"

Urdenbach. Die U17-Mädchen des TSV Urdenbach wollen nach dem Aufstieg Erfahrungen sammeln und nicht absteigen. Von Joachim Breitbach

Dreimal in der Woche hat das U17-Mädchen-Team des TSV Urdenbach bisher für die Spiele in der Kreisliga trainiert. Mehr Trainingszeiten erwartet die Schützlinge von Trainer Michael Boll jedoch auch künftig nicht, wenn der TSV Urdenbach mit seinen U-17-Juniorinnen demnächst zum erlauchten Kreis der Niederrheinligisten gehört. Aus dem Kreis der Mädels, die den Aufstieg geschafft haben, hat nur eine den TSVU verlassen: Julia Wahl ist zum SV Mendig gewechselt. Doch hat Coach Boll mit Mara Erdweg vom SC Grimlinghausen, Inka Luckner (FSV Mädchenpower Hilden) und Laura Bohnen von DJK SF Gerresheim Ersatz für Wahl gefunden.

Nach der erfolgreichen Aufstiegsrunde mit Siegen über SuS Dinslaken (3:2; Tore Paula Burkert) und beim 1. FC Mönchengladbach (U16, 2:1; Julia Wahl), dem 2:2 bei Bayer Wuppertal (Sophie Hahn, Burkert) und dem 1:2 gegen FC Kray (Annika Varga) verkündete Boll: "Wir werden uns ab dem 27. Juli gut auf die neue Saison vorbereiten. Wobei der TSV-Trainer große Stücke auf Außenstürmerin Sophie Hahn hält: "Sophie hat in den vergangenen vier Jahren knapp 150 Pflichtspieltore erzielt und wahrscheinlich noch mehr Vorlagen. Ihr eigen ist ein Supertempo. Sie ist immer ein Vorbild, was die Einstellung angeht und dreht in wichtigen Spielen immer auf."

Hahn bleibt trotz der Boll-Lobeshymnen bescheiden und meint: "Das war ein lang ersehnter Aufstieg. Das Wort Niederrheinligist, das hört sich gut an. Ich denke, dass wir in der Niederrheinliga nicht mehr trainieren und bin überzeugt, dass das Mannschaftsklima auch so gut bleibt wie bisher, wenn wir mal verlieren. Vielleicht ist demnächst die Anspannung vor den Spielen größer."

Die als Rechtsfuß linke Außenverteidigerin spielende Marie Gerhard ist überzeugt: "Da wird etwas Schwieriges auf uns zukommen. Aber wir sind eine gute Mannschaft und wir werden mithalten." Gerhard hat mit neun Jahren der Leichtathletik ade gesagt und begonnen, Fußball zu spielen. Darüber, dass sie klare Ziele hat, macht sie keinen Hehl. "Im Jahr 2018 steht das Abitur an. Deshalb geht es bald um Punkte. An den Wochentagen in der Schule, am Wochenende in der Niederrheinliga. Da muss man gut strukturiert sein. Ich bin mir zwar sicher, dass nicht häufiger als bisher trainiert wird. Aber bestimmt intensiver. Schließlich sind die Anforderungen auch höher als in der Kreisliga."

Küken Isabell Ströher, die nebenbei noch beim TTC Champions Tischtennis trainiert und in einer Klever Mädchenmannschaft aktiv dem Zelluloidball nachjagt, ist vom Teamgeist ihrer Urdenbacher Freundinnen begeistert: "Ich gehöre ja nur zur jüngeren Mannschaft. Aber mir hat es Spaß gemacht, bei der Ersten in der Quali einzuspringen. Da hilft jede der anderen, da feiert man sich stets gegenseitig an, da ist eine Superstimmung."

Mannschaftsführerin Hannah Kirchberg, die zu Trainingsbeginn noch in Ferien ist, gibt als Saisonziel für ihr Team "Erfahrungen sammeln und nicht absteigen" an. Sie ist sicher, dass die drei Neuen gut in die Mannschaft passen (" Die sind sympathisch") und freut sich schon auf die Urlaubsreise nach Österreich - mit Freundin Marie Gerhard und Familie.

Quelle: RP
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