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Urdenbach
Premiere für das "Odebacher Weihnachtsbier"

Urdenbach: Premiere für das "Odebacher Weihnachtsbier"
Simone Heiser (l.) und Andrea Ricken verkaufen in Urdenbach allerlei Selbstgemachtes. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Urdenbach. Zum 16. Mal luden der Siedlertreff und die Bürgerschützen zum Advents- und Weihnachtsmarkt nach Urdenbach. Von Beate Gostincar-Walther

Es dämmert und mitten zwischen handgemacht und selbstgebraut, zwischen Blücher- und Garather Straße, zwischen fantasievoll gebastelten Rentieren und dem kinderfreundlichen Basti-Bus drängt sich gefühlt halb Urdenbach. Kleine und große Menschen, junge und alte, Einheimische und Gäste sind am Samstag auf den Beinen. Sie alle bummeln über den Advents- und Weihnachtsmarkt auf der Hochstraße, der zum 16. Mal vom Siedlertreff und dem Bürgerschützenverein veranstaltet wird.

"Der Markt hat seinen Charme", sagt Thomas Hautkappe, der gerade dem dichten Gedränge entronnen ist. "Man kennt viele Gesichter", ergänzt seine Frau Veronika. "Es gibt viele gute Ideen. Für mich läutet der Markt immer die Vorweihnachtszeit ein", meint Britta Gerhard. Aus ihrer früheren Heimat Dithmarschen in Schleswig-Holstein ist ihre Freundin Maike Otto angereist, sie begeistert sich: "Richtig urig und schön ist das hier." Sehr voll, aber gut, gemütlich, persönlich, dörflich - auf diese Weise charakterisieren Besucher den Markt. Heimelig würde auch gut passen, denn da finden sich die ersten Silben des Wortes "Heimat" wieder und das verbinden Odebacher mit dieser traditionellen Veranstaltung.

Zahlreiche Erntedankgruppen und einige private Anbieter präsentieren an 24 Ständen fantasievolle Geschenk- und Schlemmerideen. Überall friedliches, beschauliches Gedränge: beim Plausch mit Waffeln und Kuchen, Glühwein und Bratwurst, Selbstgebrautem aus und für Odebach. Felix Winter und Philipp Kirchberg bieten Holzsterne und -herzen sowie Hochprozentiges feil. "Unser Rhabarberschnaps ist legendär", loben die "Heckedrisser" stolz ihren "Flaschengeist" nach Geheimrezept. Strickkunst findet sich am Stand der Pützeschwengel. "Das muss man erstmal können, dieses schwierige Zopfmuster und die Ferse", preist Ulrike ein Unikat, natürlich handgemacht, wie sie betont. "Die Kreativen lassen sich immer etwas einfallen, ich bin richtig stolz darauf", sagt Ralf Meinhold vom Siedlertreff, der für die Organisation verantwortlich ist.

Sein Debüt hat am Samstag das "Odebacher Weihnachtsbier" von der Braumanufaktur Düsseldorf, echt rheinisch kombiniert mit Flönz und Brötchen. "Das Bier schmeckt fruchtig, alles ist geschmacklich aufeinander abgestimmt", erklärt Peter Beckman, Inhaber des Hellerhofer Braubetriebes. Ein paar Meter weiter steht Michaela Bergmann von den "Altrheinfreunden" mit Geschmacksvarianten aus Zimt, Zucker und Anis: Schneemänner aus Pfefferkuchen, "Pralinenglöckchen" und 1,5-Zentimeter-Knusperhäuschen. "Übung macht den Meister", meint sie lachend zu ihren Kreationen. Zwei Wochenenden Plätzchenwerkstatt, zu dritt und viert stecken hinter dem süßen Angebot. "Was nach Abzug der Kosten übrig bleibt, spenden wir für gute Zwecke", erklärt Ralph Meinhold. Bedacht wird die "Tafel" der katholischen Kirchengemeinde Benrath/Urdenbach und die Initiative "Charity Düsseldorf-Süd", nachdem die Initiative "It's for Kids" die Spendensumme verdoppelt hat.

Quelle: RP
 
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