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Urdenbach
Recycelte Rohstoffe aus Alt-Handys sollen Gorillas im Kongo retten

Urdenbach: Recycelte Rohstoffe aus Alt-Handys sollen Gorillas im Kongo retten
Nicole Walther sammelt ausgediente Handys, die werden über den Verein an eine Recyclingfirma verkauft. Dieses Geld kommt dann den Tieren zu Gute. FOTO: Ostermann
Urdenbach. Normalerweise rettet Nicole Walther Lebensmittel, die im Müll landen sollen. Doch neben ihrem ehrenamtlichen Engagement für die Initiative Foodsharing Düsseldorf sammelt sie jetzt auch alte Handys. "Damit kann man etwas für die Gorillas im Kongo tun", sagt sie. Viele Menschen haben noch alte Mobiltelefone in ihren Schubladen verstaut. "Dort liegen sie meist nutzlos herum", sagt Nicole Walther. Nachdem Smartphones alltäglich seien, haben die Tastengeräte ausgedient. Das sei schade, denn diese Handys können recycelt werden.

Sie sammelt nun alte Geräte und schickt sie an den Verein "Berggorilla & Regenwald Direkthilfe". Weniger wegwerfen, bewusster kaufen ist das formulierte Ziel der Initiative, die Menschen darauf aufmerksam machen möchte, dass es den Gorillas schadet, wenn man immer wieder neue Handy-Modelle anschafft. Dabei geht es um die verbauten leistungsstarken elektronische Bauelemente. "Diese enthalten das Element Tantal, einen Stoff, der aus dem Erz Coltan gewonnen wird. Coltan wird unter anderem im Ost-Kongo geschürft, mitten im Lebensraum der Grauergorillas", heißt es dazu auf den Internetseiten der Initiative.

Nicole Walther sammelt privat Handys und gibt sie weiter. Der Verein erhält für diese Altgeräte von Recyclingfirmen einen Erlös. Die Gelder sind dann für Projekte bestimmt, die den Lebensraum der Berggorillas schützen. Interessierte können sich an Nicole Walther wenden unter Telefon: 0177/3476600 oder per mail Kontakt aufnehmen nicole.nowalther@gmail.com. Walther hat das Projekt bei einem Ausflug in den Zoo entdeckt. "Dann habe ich mich erkundigt und jetzt schon öfter gesammelt", sagt sie. Die Idee, dass für neue Handys weniger Regenwald abgeholzt werden muss, gefällt ihr. Weil viele Menschen in ihrer Umgebung gerne etwas tun möchten, hält sie diese Aktion für praktikabel. "Wer mag, kann seine Handys auch selbst einschicken", sagt sie. Infos unter www.berggorilla.org.

(sime)
 
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