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Urdenbach
Rund fünf Tonnen Kleider für Bethel

Urdenbach. An drei Tagen sammelte die Pfarrgemeinde Herz-Jesu Kleiderspenden. Der Zuspruch derBürger war enorm. Von Monika Suski

Fast im Minutentakt halten Autos am Samstagmorgen an der Urdenbacher Dorfstraße 22. Die Fahrer steigen kurz aus und laden große blaue Säcke oder braune Kartons aus. Manch einer von ihnen muss sogar mehrere Male gehen, bis der Kofferraum des Wagens dann endlich leer ist. Und beim Anblick des vollen Lagerraumes fällt immer wieder die gleiche Frage: "Wohin damit?".

An drei Tagen hatte die Pfarrgemeinde Herz-Jesu in Urdenbach zur Kleidersammlung für Bethel aufgerufen und das mit vollem Erfolg. "Die Leute bringen unentwegt Sachen vorbei", sagt Claudia Barczak, die sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich um die Koordination und Durchführung der Termine kümmert.

"In den vergangenen Jahren hatte ich zwischendurch kleine Verschaufpausen, aber dieses Mal nicht." Von Donnerstag bis Samstag war Barczak insgesamt sechs Stunden vor Ort, um die zahllosen Sachspenden für die sogenannte Brockensammlung für Bethel entgegenzunehmen. Der Name stammt aus dem Evangelium nach Johannes, in dem es heißt "Sammelt die übrigen Brocken, auf das nichts umkomme" und wurde zum Leitspruch der 1890 von der Von Bodelschwingschen Stiftung Bethel ins Leben gerufenen Sachspendensammlung.

In den vielen Säcken, Tüten und Kartons, die sich in dem Lagerraum mittlerweile einige Meter hoch stapel, befinden sich die unterschiedlichsten Dinge. "Wir sammeln tragbare Kleidung, Schuhe, Handtaschen und Hauswaren wie Bettwäsche und Tischdecken", erklärt die Ehrenamtlerin. Welche Schätze die Leute so aussortieren, bekommt sie jedoch nicht mit. "Die Sachen sollen gut verpackt in Tüten oder Kartons abgegeben werden. Geöffnet werden sie erst in Bethel, da sie dort auch weiterverarbeitet werden", sagt sie. Bei der Pfarrgemeinde sind die Spenden nur ein durchlaufender Posten. Bereits heute Morgen hat Bethel die unzähligen Säcke abgeholt. "Wir bekommen hinterher immer einen Dankesbrief und mitgeteilt, wie viele Tonnen wir gesammelt haben", sagt Barczak. Sie lässt ihren erfahrenen Blick über die Spendenberge wandern und schätzt, dass dieses Mal etwa fünf Tonnen zusammengekommen seien.

Gaby Hampel ist eine von den zahlreichen Spendern, die am Samstag alte, aussortierte Kleidung vorbeibringt. "Ich habe Sachen von mir und meinem Mann aussortiert", sagt Hampel. "Es ist immer ein schöner Anlass, Sachen aus dem Kleiderschrank zu nehmen, die einem nicht mehr passen."

Durch den karikativen Hintergrund erklärt sich Claudia Barczak auch den großen Zuspruch für die Aktion. "Die Leute trennen sich lieber von ihren Sachen, wenn sie wissen, dass diese noch einmal gebraucht werden und sie anderen damit helfen können." Die nächste Kleidersammlung der Pfarrgemeinde für Bethel findet im März statt.

Quelle: RP
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