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Urdenbach
Sängerkreis überzeugt mit Mozart

Urdenbach. Der Urdenbacher Chor feierte mit einem umjubelten Konzert sein 135-jähriges Bestehen. Von Bernd Schuknecht

Mit einem ambitionierten Konzert in der gut besuchten Herz-Jesu-Kirche feierte der Sängerkreis 1881 Urdenbach sein nunmehr 135-jähriges Bestehen. ,,Wir dürfen uns von der unsterblichen Musik des genialen Mozart erfreuen lassen", prophezeite Monsignore Thomas Vollmer, Pfarrer der Benrather Gemeinde St. Cäcilia und der Urdenbacher Gemeinde Herz Jesu, in seiner Begrüßung, und er sollte Recht behalten. Zum Jubiläum präsentierten die Urdenbacher Sänger, die sich stimmlich mit Mitgliedern der Kirchenchöre St. Katharina, St. Reinhold (beide Gerresheim) und St. Konrad (Flingern) sowie dem Orchester rheinischer Musiker verstärkt hatten, Werke von Wolfgang Amadeus Mozart wie dem FlötenkonzertNr.1 G-Dur (KV 313), die Krönungsmesse C-Dur (KV 317) sowie das Te Deum (KV 141).

Zum instrumentalen Auftakt mit dem Flötenkonzert brillierte Gregor Büdenbender als Querflöten-Solist. Unter dem sensiblen Dirigat von Bernhard Obst fand er im ersten Satz die ideale Balance zwischen den nahezu beschwingten Melodien seines Instruments und der ernsten, fast kontrollierenden Zurückhaltung von Bläsern und Streichern.

Das Publikum war derart begeistert, dass nicht wenige Zuhörer bereits nach dem ersten Satz in Applaus ausbrachen. Im zweiten Satz bildeten Querflöte und Orchester geringere atmosphärische Gegensätze, als dass sie vielmehr in getrageneren Harmonien zusammenflossen, wobei Büdenbender mit filigranen Solopassagen zu überzeugen wusste. Nach dem souverän beendeten dritten Satz erfüllet begeisterter Beifall das Kirchenschiff, ein sichtlich zufriedener Solist nahm die Glückwünsche von Orchestermitgliedern sowie Bernhard Obst entgegen.

Nach der bisweilen verspielten Leichtigkeit des Flötenkonzerts, beweist Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner Krönungsmesse, dass er durchaus auch Sinn für klanglich Erhabenes hat. Mit stimmlicher Imposanz intonierte der Chor das Kyrie wie das Gloria. Neben der stimmlichen Geschlossenheit des Chors, waren es aber auch immer wieder die Solisten Kerstin Pohle (Sopran), Juliane Löffler (Alt) Leszek Woziwoda ((Tenor) und Reinhard Dix (Bass), die mit ihreren Vorträgen jeweils weitere Konzerthöhepunkte markierten. Auch das Te Deum, das nicht zuletzt wegen seiner intonierten Prosa aus 29 ungebundenen Zeilen eine Herausforderung darstellt, wurde tadellos gemeistert. Zum Finale gab es nochmals reichlich Applaus eines restlos begeisterten Publikums. Nach diesem Konzert kann Sängerkreis-Vorsitzender Hans Worrings zuversichtlich in die Zukunft seines Chores blicken.

Quelle: RP
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