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Urdenbach
Sportpolitiker machen Weg frei für neue TSV-Halle

Urdenbach. Die Mitglieder des Sportausschusses haben gestern einstimmig den Weg frei dafür gemacht, dass der TSV Urdenbach auf seinem Gelände an der Woermannstraße seine langersehnte Gymnastikhalle erhält. Während sich der Vorstand über das Votum der Fachpolitiker freut, sehen die Mitglieder der Tennis-Abteilung ihre Zukunft im Verein jetzt kritisch. Auf der Fläche von mindestens zwei der fünf Tennisplätze will die Stadt einen fünfgruppigen Sportkindergarten bauen. Direkt daneben soll eine 300 Quadratmeter große Halle mit vier Umkleidekabinen und Sanitärbereich entstehen. Der Ascheplatz soll in seinen jetzigen Abmessungen erhalten bleiben. Eine Lageverschiebung finde nicht statt, heißt es in der Vorlage an die Politik.

Durch die Unsicherheit, ob es in diesem Jahr überhaupt noch eine Feiluftsaison wegen der Baumaßnahme geben wird, habe der Jugendtrainer sein Engagement beim TSV gekündigt, berichtete Tennis-Sportwart Ulrich Köntges. Dieses habe zur Folge gehabt, dass die gesamte Jugendabteilung mit rund 30 Nachwuchsspielern den Verein verlassen habe, Aktuell hat die Abteilung noch 42 Mitglieder - vor Bekanntwerden der Baupläne auf den Tennisplätzen waren es 110. Ulrich Köntges und seine Frau Gunhild, Jugendwartin in der Tennisabteilung, kritisieren die Informationspolitik des Vorstands: "Wir haben erst im Dezember erfahren, dass wir diesen Sommer noch auf der Anlage spielen können." Köntges geht davon aus, dass die Tennis-Mitglieder dem TSV nur noch so lange treu bleiben, wie sie auf der TSV-Anlage ihrem Sport nachgehen können.

(rö/arl)
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