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Vennhausen
Bürger diskutieren in Vennhausen über Bahnlärm

Vennhausen. Die Aktionsgemeinschaft "Bahnlärm - so nicht!" diskutierte in Vennhausen über die Lärmentwicklung an der Güterzugstrecke. Dabei zeigte sich, dass der Bahnlärm schon jetzt für viele Anwohner eine Belastung ist. Im Zuge der Ausweitung des europäischen Güterzugverkehrs wird der Verkehr auf der Trasse zwischen Rath und Eller weiter zunehmen. "Wenn die Züge an unserem Haus vorbeifahren, spüren wir eine starke Erschütterung", sagt ein Anwohner. Eine andere Anwohnerin fühlt sich von der Politik missachtet: "Die Wirtschaftlichkeit ist wohl wichtiger als die Menschen." Wie sich besser mit dem steigenden Verkehr umgehen lässt, zeigen nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft die Niederlande. Dort seien Tunnel um die Gleise gebaut oder die Trassen verlegt worden. Doch das ist für Düsseldorf wohl keine Option. "Eine Umlegung der Bahntrasse würde 30 Jahre dauern", erklärt Martin Schulze von der Bürgerinitiative.

Philipp Tacer (SPD) verweist noch einmal auf das laufende Verfahren im Petitionsausschuss des Bundestags, der sich mit einer Anwohnerbeschwerde auseinandersetzt. Ein Lärmschutz entlang der Strecke würde rund 40 Millionen Euro kosten und erfahre parteiübergreifende Unterstützung der Düsseldorfer Abgeordneten in Berlin. In Bremen und Sachsen sei in ähnlichen Fällen zugunsten der Anwohner entschieden worden, erklärt Tacer. Um dieses Verfahren zu unterstützen, ruft die Bahnlärm-Initiative erneut dazu auf, bei der Lärmbefragung des Eisenbahnbundesamtes mitzumachen. Noch bis zum 25. August können Betroffene daran teilnehmen.

(dans)
 
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